IJF Reglement, - Benar Baltisberger

Neues Regelwerk (IJF)

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Die «International Judo Federation» (IJF) hat für 2018 das Regelwerk erneut angepasst. Die Änderungen werden analog in der Schweiz umgesetzt. 

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Führt unparteiisch durch den Wettkampf: Judo Kampfrichter im Einsatz bei der SMM 2016.

Für das Jahr 2017 wurden die Judo Wettkampfregeln von der IJF massgeblich geändert. Bis zur WM 2017 in Budapest durchlief das Regelwerk eine Testphase unter dem Vorbehalt, dass nach einer Evaluation für 2018 schliesslich nochmals Anpassungen erfolgen können.

Entsprechende Adaptionen wurden nochmals vorgenommen, sodass die IJF jetzt ein finales Reglement für die Olympiade 2018 – 2020 definiert hat. Die Änderungen werden auch vom Schweizerischen Judo- und Ju-Jitsu-Verband direkt übernommen und eingeführt. Beim ersten «Ranking 1000» in Morges tritt das angepasste Regelwerk direkt in Kraft (!)


IJF Reglementsänderungen 2018 – 2020

Weitgehend bleiben die Anpassungen von 2017 bestehen. Folgende Punkte werden unverbindlich und zusammenfassend herausgehoben. Für ein abschliessendes Verständnis des Regelwerks vgl. → IJF Competition Rules  (Vgl. Slides mit der Markierung «New» oben rechts.):

  • Würfe, bei denen der Kontrahent «rollend» mit entsprechender Dynamik, Geschwindigkeit und ohne Unterbruch auf den Rücken geworfen wird, werden neu mit «Ippon» bewertet. 
  • Zwei «Waza-Ari» = «Ippon» (Waza-Ari awasete Ippon)
  • Würfe, die mit Abstützen auf beide Ellbogen und / oder Hände verhindert werden, werden mit «Waza-Ari» gewertet.
  • Endet die ausgeführte Technik in der Brückenposition, so wird der Wurf mit «Ippon» bewertet.
  • Beingreifen wird immer mit einem «Shido» geahndet. 
  • Würgetechniken («Shime-Waza»), bei denen das Bein des Konkurrenten überstreckt wird, werden vom Kampfrichter umgehend durch «Mate» unterbrochen.
  • Der Sieg im «Golden Score» erfolgt erst nach einer technischen Wertung – also «Waza-Ari» oder «Ippon» – resp. nach Disqualifikation mit «Hansoku-make».

 

IJF Guide to Judo Rules 2018