SJC Judo Camp „Natsu 2016“ in Fiesch/VS

vom 17. bis 23. Juli 2016

– Ein Beitrag von Matthias Hunziker


Bereits zum 4. Mal in Folge hat jetzt dieses grösste internationale Judolager im Sport- und Feriencenter Fiesch stattfinden können. Insgesamt 240 junge Wettkämpfer, Trainer und Coaches aus 30 Nationen fanden den Weg ins sonnige Wallis. Darunter reisten Teams aus weit entfernten Ländern, wie Australien,  Neuseeland und Südafrika extra für dieses Abenteuer in die Schweiz. Viele besuchten das Judo-Camp aber auch schon zum wiederholten Mal, so zum Beispiel einige Wettkämpfer aus Deutschland, Estland, Spanien, Schweden und so weiter.

Insgesamt 240 junge Wettkämpfer, Trainer und Coaches aus 30 Nationen fanden den Weg ins sonnige Wallis.

Unter den Teilnehmern waren auch etwa 60 Schweizer, wobei einige Athleten der Jugend- und Junioren-Kader zu Anfang von Dominique Hischier, dann ab der zweiten Hälfte der Woche von Jenny Gal betreut wurden.

Unter der technischen Leitung von Sergei Aschwanden und dem Einsatz seiner Helfer vom Verein „Sergei Judo Camp“ wurde auch diesmal ein aussergewöhnliches Programm geboten.

Wie schon in den vergangenen Jahren, wurden die einzelnen Trainingseinheiten durch kompetente Judolehrer/innen – alles Medaillengewinner an Olympischen Spielen, Welt- und Kontinentalmeisterschaften – geleitet.

Winston Gordon (GB), Yvonne Bönisch (D), Sergio Doménech (E), Elisabeth Willeboordse (NL) und Mario Schendel (D) wussten mit ihren Spezialtechniken die Teilnehmer zu begeistern. Ihre Lektionen beinhalteten jeweils eine Stunde Technik mit vorgängigem Warm-up und anschliessendem Randori von etwa 1 ½ Stunden.

Am Abend trafen sich Trainer und Coaches meist in einer speziell eingerichteten Lounge, wo ihnen auch der Zugang ins Internet über WLAN ermöglicht wurde. Selbstverständlich konnten auch die Athleten diese Möglichkeit nutzen und so den Kontakt zu ihren Familien und Freunden aufrecht erhalten. 

... eine Bergwanderung bis oben aufs Eggishorn!

DerMittwoch-Nachmittag war dem traditionellen Ausflug aufs Eggishorn vorbehalten. Entsprechend wurden alle Judokas mit der Seilbahn zur Fiescheralp befördert. Dann kam für die Athleten aber der anstrengende Teil, nämlich eine Bergwanderung bis oben aufs Eggishorn. Bei geradezu idealem Sommerwetter haben einzelne Teilnehmer eine wahre Höchstleistung vollbracht. Darunter der erste Ankömmling, ein junger Judoka aus Portugal, oder der „Zweitplazierte“ aus Estland, der voller Stolz mitteilte, dass er seine Bestzeit vom letzten Jahr verbessert habe.

Für alle Teilnehmer, Athleten und Trainer, bot dieses Lager eine beispielhafte Gelegenheit, interkulturelle Beziehungen zu pflegen oder ganz einfach über Judo zu fachsimpeln. Dabei war die Sprachen- und Kulturvielfalt nie ein Problem, sondern eher eine Bereicherung.

Das ganze Team auf dem Eggishorn: Eine interkulturelle Bereicherung.

Dieses einzigartige Projekt wurde wiederum durch die IJF (International Judo Federation) autorisiert und als wertvoller Event im Judogeschehen eingestuft. Dabei fand es auch grosse Unterstützung durch die Stiftung „Olympic Solidarity“ und weiterer wichtiger Sponsoren. Es wäre schön, wenn im nächsten Jahr noch mehr Judokas aus der Schweiz an diesem besonderen Event teilnehmen könnten. Es ist ja die Gelegenheit, sich im Judo mit internationalen Teilnehmern vor der eigenen Haustür zu messen.

    – Matthias Hunziker

 

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