Das Schweizer U21-Team sowie Athleten des RLZ Basel und St. Gallen trainierten im Herbst 2016 im Trainingslager in Georgien. Zwei Nachwuchs-Athleten aus Basel – Yannic Johner und David Vavrecka– nahmen sich Zeit, das Geschehene in ihren kurzen Berichten zusammenzufassen. Zusätzlich fertigte Gabriel Pfister einen Film mit diversen Eindrücken... Viel Spass beim Lesen und anschauen!


Über das Training in Georgien…

–Beitrag von Yannic Johner, Nachwuchsathlet RLZ Basel

«Am Montag Morgen, den 3. Oktober, machten wir uns auf,  um im stärksten Club von Georgien zu trainieren. Als wir am Flughafen von Tifilis landeten, erwartete uns ein kleiner Bus mit dem wir bis nach Gori fuhren. In Gori angekommen stand in unserem "Hotel" das leckere Essen schon auf dem Tisch.

                                           

Am Tag gab es normalerweise zwei Trainings. Bei denen der Ablauf wie folgt war:

Es gab ein kleines Aufwärmen in dem Uchikomi inbegriffen war. Danach gab es 2-3 Bodenrandoris mit anschliessend 5 Standrandoris.


Die einzelnen Randoris waren hart und man musste lernen, sich durchzusetzen und dem anderen sein Judo aufzuzwingen, denn die Georgier haben einen sehr speziellen, eigenen Kampfstil, bei dem es vor allem um viel Kontakt, Härte und wenig Bewegung geht.



«Zwischen den Trainings jassten wir gemeinsam oder gingen auf den Markt.»

Am ersten Mittwoch wurden wir zu einem georgischen Ringerwettkampf eingeladen, bei dem Gabriel Pfister den Technik-Preis erhielt. Anschliessend wurden wir noch in das Gemeindehaus zu einem Festessen eingeladen.

Am Samstag und Sonntag machten wir Ausflüge wo wir Kirchen anschauen gingen und dann noch Schaschlik assen: Fleisch, das aufgespiesst über der glühenden Kohle gegrillt wird.

Am nächsten Montag besuchten wir neben dem Training auch noch das Museum von Stalin, um uns auch geschichtlich zu informieren.

Der Mittwoch diente als Vorbereitung für den Wettkamp, der am kommenden Tag stattfand. Am Donnerstag, dem Tag vor der Abreise, gab es ein Judoturnier im Judo Club Gori. Am 14. Oktober, dem Rückreise Tag gingen wir noch die Hauptstadt Tifilis zu besuchen.

Das Trainingslager in Georgien war für uns alle eine gute Erfahrung. Die Georgier waren immer sehr gastfreundlich und es war ein angenehmer Aufenthalt. Unser Trainer Markus gab uns ständig wieder wichtige Inputs und nahm uns nach den Trainings zu sich um uns Diverse Sachen zu erklären.»


 Break: Ein kurzes, spannendes Video mit Gesamteindrücken aus Georgien

Video by Gabriel Pfister, RLZ Basel


 

Super Stimmung und starker Teamgeist im Trainingslager in Georgien

– Beitrag von David Vavrecka, Nachwuchsathlet RLZ Basel

«Zwischen dem 3. und 14. Oktober trainierte das RLZ Basel mit dem Schweizer Nationalkader U21 und einigen Judoka aus St. Gallen elf Tage lang in Georgien. Zusammen mit einigen georgischen Judoka logierten wir in einem kleinen Hotel in der Stadt Gori, unweit vom Dojo. Von diesem Hotel aus unternahmen die Judoka in ihrer sportfreien Zeit Exkursionen oder benutzten es als Erholungs- und Aufenthaltsraum.

An den meisten Tagen wurde Judo trainiert. Das Training war immer hart, mit einem explosiven Aufwärmen und knochenharten Randoris. Am Ende des georgischen Trainings hängten die Teilnehmer aus dem RLZ Basel meist noch Dehnübungen an oder vertieften noch ihre Technik. Egal wie hart das Training auch war, der Teamgeist der RLZ-Kämpfer war beständig hoch: Tipps oder motivierende Worte wurden den erbittert kämpfenden Kollegen zugerufen und wenn etwas nicht funktionierte, wurde es gemeinsam besprochen. Markus, der Trainer behielt Übersicht über seine gesamte Mannschaft, auch wenn er nur einer Person auf einmal helfen konnte.
Während den Wettkämpfen spornte sich das Team gegenseitig an, und wer punktete oder einen Kampf gewann, wurde gefeiert.

Der Teamspirit als Energieträger stand konstant im Fokus...

Meist nach den Trainings, manchmal auf ein kleines Nickerchen folgend, wurde entweder gejasst, Schach gespielt oder diskutiert. Engagierte und tiefgründige Diskussionen unterbrachen oft das Spielen oder machten die Erforschung von Gori doppelt so spannend, auch wenn die Stadt alleine schon interessant genug ist.

Gori – Die Stadt bot viel Spannendes zu entdecken…

Falls es einem doch unerwarteterweise langweilig gewesen sein sollte, konnte man sich immer auf eine der drei ausgiebigen Malzeiten des Tages freuen, wo sich immer eine gute Stimmung verbreitete. Diese ging jedoch nicht nur vom RLZ Basel aus, vor allem einige Georgier lieferten mit ihren beeindruckenden Gedichten und Tänzen gute Unterhaltung. Die Darbietungen waren so bewegend, dass es einige Schweizer auch probierten. So wurde ein Abend lang gesungen und getanzt. Nach elf Tagen guter Stimmung und einer grossen Verabschiedung, flogen wir wieder zurück in die Schweiz.»

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