WM, - Benar Baltisberger

WM: Zwei Siege für Grossklaus

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Judoka Ciril Grossklaus (-90kg) erkämpfte sich zwei Siege bei der Weltmeisterschaft in Tokio. Im Achtelfinale scheitert er am Schweden Marcus Nyman. 

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Fokus: Ciril Grossklaus im Einsatz. | SJV / Archiv

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Als letzter Schweizer bei der Judo WM in Tokio stand Ciril Grossklaus in der Kategorie -90kg im Einsatz. Eine vielversprechende Auslosung erlaubte gute Perspektiven für den 28-Jährigen vom JJJC Brugg. In erster Linie lautete die Aufgabe, das eigene Leistungsvermögen souverän abzurufen. 

Dies gelang dem helvetischen Kämpfer. Mit Victor Ahavior (GHA) stellte sich Ciril ein bereits bekannter Kontrahent gegenüber. 2018 gab es zwei Duelle, die der Schweizer beide Male für sich entscheiden konnte. Der unbequeme Gegenspieler wahrte über beinahe die ganze Kampfzeit das ausgeglichene Scoreboard, ohne dabei aber effektiv gefährlich zu werden. Den entscheidenden Moment nutzte Ciril schliesslich nur wenige Sekunden vor Ablauf der regulären Zeit für sich – nach einem erzielten Waza-Ari durch seinen Kata-Guruma durfte er als Sieger von den Matten.

In Runde zwei wartete dann gleichermassen ein bekanntes Gesicht. Der Tscheche David Klammert rangiert zwar als Weltnummer 20 einige Plätze vor Ciril Grossklaus, doch beim Direktvergleich lag der Schweizer mit einer bisherigen 4:0-Siegbilanz klar vorne. Und obschon das fünfte und sehr ausgeglichene Duell der beiden Athleten schliesslich in den Goldenscore ging, sollte sich an der positiven Statistik für Ciril nichts ändern. Dank einem Ko-uchi-maki-komi mit entschlossenem Nachdruck erzielte Ciril einen sehenswerten Punkt und zog ins Achtelfinale. 

Zwischen Ciril und einem Top-7-Resultat stand dann der Schwede Markus Nyman. Gehörten die ersten beiden Gegner statistisch gesehen zu den Pflichtaufgaben, so war in diesem Achtelfinale eine Leistungssteigerung erforderlich, um gegen einen Kontrahenten dieser Qualität zu bestehen. Leider sollte es aus Schweizer Sicht nicht dazu kommen. Ciril liess sich früh von der gekonnten Bodenarbeit des Schweden überraschen. Der Kampf endete schliesslich nach den geforderten 20 Sekunden im Festhaltegriff. 

Wie Evelyne Tschopp trennte auch Ciril Grossklaus nur ein Kampf vom Viertelfinale, der den Athleten erfolgsversprechende Aussichten auf den weiteren Turnierverlauf gegeben hätte. Beide dürfen dank ihren Leistungen aber 320 Punkte auf ihr Weltranglistenkonto schreiben.


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