WM 2017, - Benar Baltisberger

Judo WM 2017: Vorschau

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Die Auslosungen für die Weltmeisterschaften in Budapest (HUN) stehen fest. Wer sind die Kontrahenten unserer Judoka in den Startrunden

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→ Auslosung

→ Medienmitteilung

Die Elite des Welt-Judo trifft sich die kommenden Tage in Budapest (HUN). Angesichts des gewaltigen Aufgebotes sämtlicher Judo-Nationen, wird die Bedeutsamkeit der diesjährigen WM umso spürbarer. Nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass die letzte Weltmeisterschaft aufgrund der Olympischen Spiele nun zwei Jahre zurückliegt. Die Athleten waren selten medaillenhungriger. 

Mit ebendem Erfolgsappetit werden sich unsere Schweizer Athleten zum Kampf verbeugen. Als Athleten mit langjähriger Wettkampf- und sogar Olympiaerfahrung stehen Ciril Grossklaus und Evelyne Tschopp am 29. August resp. 1. September im Einsatz. Letztere weiss sich in diesem Jahr zum Favoritenkreis zu zählen.

29. August – Evelyne Tschopp vs. Aerim Kwon (KOR) | -52kg

Evelyne Tschopp ist mit die erfolgreichste Schweizer Judoka der letzten Jahre. Mit der EM-Bronzemedaille im April dieses Jahres bestätigte sie ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze.

Ähnlich wie bei den Olympischen Spielen wurde der Schweizerin eine sehr harte Konkurrenz zugelost. In ihrem ersten Kampf wird Evelyne auf die Süd-Koreanerin Aerim Kwon treffen, die international noch keine tiefgreifenden Fussabdrücke hinterliess. Gelingt es der Schweizerin, diesen Kampf zu gewinnen, wartet mit Majlinda Kelmendi (KOS) die amtierende Olympiasiegerin und Weltnummer 1 in Runde zwei.

Zutrauen wäre aber nicht vermessen. Kelmendi, die sich während der letzten drei Jahre von 61 Begegnungen in nur einem Kampf geschlagen geben musste, sah sich in den Duellen mit Evelyne Tschopp einer der wenigen Konkurrentinnen gegenüber, die diese Bilanz gefährden vermochte. Im selben Pool mit Tschopp und Kelmendi ist auch die Vize-Olympiasiegerin Odette Giuffrida.

                         «Mein Ziel ist eine Medaille. Ich denke, angesichts des EM-Erfolges ist dies mit etwas Wettkampfglück durchaus realistisch. Klar, die Konkurrenz ist enorm: alle Top-8 sind da. Mit Kampfgeist bis ans Ende der vier Minuten, mutigen offensiven Kämpfen und der Unterstützung von Freunden und Freundin kann nicht viel schief gehen…», so Evelyne Tschopp.

 

1. September – Ciril Grossklaus vs. Baye Diawara | -90kg

Nach dem Rücktritt von Ludovic Chammartin 2016 ist Ciril Grossklaus das Aushängeschild des Schweizer Herren-Judo. Die grosse Medaille von einem WM-Format fehlt allerdings noch in seiner Sammlung. Grossklaus ist entschlossen, zum grossen Wurf auszuholen.

Im Startkampf steht er dem Senegalesen Baye Diawara gegenüber, der mit seinen 38 Jahren vor allem eines mit sich bringt: Erfahrung. Vorausgesetzt Grossklaus schafft diese Starthürde wäre der Mongole Altanbagana Gantulga ein möglicher Gegner der zweiten Runde. Das bisher einzige Duell vom Jahr 2014 ging zugunsten des Mongolen aus. Ebenfalls im Pool des Schweizers startet die Weltnummer 1 aus Serbien, Aleksandar Kukolj.

                                        «Zwischen EM und WM habe ich fast ausschliesslich trainiert und viele internationale Trainingslager besucht. Nach der Olympia-Pause in der zweiten Jahreshälfte 2016, etlichen Wettkämpfen und einigen kleinen Blessuren im Frühjahr 2017, war das genau das richtige für mich. Ich habe das Gefühl, nochmals Fortschritte gemacht zu haben und derzeit auf einem guten Level zu sein. In Budapest gilt das gleiche Gesetz wie bei jedem Turnier: Kampf um Kampf nehmen und am Ende des Tages schauen wo man steht.», so Ciril Grossklaus über die bevorstehende WM.

Wie funktioniert Judo? [Videoerklärung]

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