GP Tashkent, - Benar Baltisberger

Grand-Prix-Silber für Evelyne Tschopp!

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Judoka Evelyne Tschopp erkämpfte sich beim Grand Prix in Tashkent (UZB) den zweiten Rang.

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Auf Kurs: Evelyne Tschopp mit der vierten Grand-Prix-Medaille in diesem Jahr. | SJV Archiv / Paco Lozano

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Evelyne Tschopp, die Schweizer Spitzenjudoka -52kg, erkämpfte sich am Grand Prix in Tashkent (UZB) ein weiteres Top-Resultat auf der IJF-Worldtour. In ihrer Kategorie sicherte sich Evelyne mit gesamthaft drei Siegen und einer Niederlage die Silbermedaille. Kaderkollegin Fabienne Kocher musste sich beim Turnier dieses Mal früh geschlagen geben.

Nach einem Freilos bahnte sich die 27-jährige Muttenzerin kompromisslos ihren Weg ins Finale. Die Kämpfe gegen die Portugiesin Mariana Esteves und Irem Korkmaz (TUR) gingen noch vor Ablauf der Zeit an die Schweizerin. Auch im Halbfinal gegen die Weltnummer 15, Agatha Perenc aus Polen, behielt Evelyne stets die Oberhand und beendete wiederum vorzeitig durch einen gekonnten Festhaltegriff. Im Finale wartete schliesslich keine geringere als die amtierende Olympiasiegerin Majlinda Kelmendi.

Kelmendi bleibt eine Hürde

Lange Zeit verlief der Finalkampf sehr ausgeglichen. Man würde gar behaupten können, obwohl keine Wertungen fielen, dass Evelyne die siegeswilligere Athletin der beiden Finalistinnen war. Und obwohl der Abstand auf Überfliegerin Kelmendi sichtbar geringer war als in vergangenen Duellen, reichte für die Kosovarin einmal mehr ein effizienter Angriff im richtigen Moment. Evelyne musste sich der Kontrahentin geschlagen geben und nimmt wichtige Punkte sowie die Silbermedaille mit nach Hause.

Die Top-10 winken

Die Punkte auf der IJF-Worldtour sind sehr wertvoll. Mit Rang zwei gewinnt Evelyne Tschopp weitere 490 an der Zahl. Zusammengerechnet mit den starken Erfolgen in diesem Jahr, darunter bereits Gold, Silber und Bronze ebenfalls bei Grand-Prix, wird Evelyne auf 3'413 Punkte kommen und sollte damit in die Top-10 der Weltrangliste vorrücken.

Starker Auftritt von Naïm Matt

Am zweiten Tag des Grand Prix hinterliess der Schweizer Judoka Naïm Matt (-73kg) einen bleibenden Eindruck dank seiner starken Kämpfe. Der erst 21-Jährige bezwang seinen mongolischen Kontrahenten in Runde eins vorzeitig mit Ippon – ebenso Ishen Amanov (KGZ) in der zweiten Runde, der sich im letzten Jahr auf dem guten fünften Rang bei den U21-Asienmeisterschaften platzieren konnte. In Runde drei wurde Naïm vom Deutschen Igor Wandtke – späterer Silbermedaillengewinner – nach einem Duell auf Augenhöhe mit Waza-Ari gestoppt. Am gleichen Tag gelang auch Alina Lengweiler (-70kg) ein Sieg, musste sich aber in Runde zwei geschlagen geben. Ciril Grossklaus (-90kg) unterlag am dritten Tag Frazer Chamberlain (GBR) in der ersten Runde.

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