U21 WM, - Benar Baltisberger

U21 ohne Ergebnis bei WM

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Das U21-Nationalteam konnte sich bei der Weltmeisterschaft in Marrakesch (MAR) nicht in die vorderen Ränge kämpfen. Coach Flavio Orlik analysiert und gibt einen Ausblick auf die Saison 2020. 

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Guter Start: Daniel Eich konnte seinen ersten Kampf bei der WM 2019 für sich entscheiden. | IJF

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Nach einem sprichwörtlich turbulenten Start in die Weltmeisterschaft der Kategorie U21, konnten schliesslich drei Schweizer Athleten in Marrakesch um die Medaillen kämpfen. Für Simon Gautschi, Gioia Vetterli und Daniel Eich lassen sich insgesamt vergleichbare Analysen anstellen. Alle drei Judoka konnten sich in ihrer Startrunde erfolgreich durchsetzen und sahen sich in der zweiten Runde der richtungsweisenden Konkurrenz gegenüber. Das schwierige Los forderte dreimal seinen Tribut – Simon, Gioia und Daniel mussten sich in der Folge geschlagen geben. «Keiner von uns ist über sich hinausgewachsen. Das ist zwingend notwendig für Topklassierungen an so starken Meisterschaften», so U21 Coach Flavio Orlik. 

In der Kategorie -81kg gelang Simon Gautschi ein sehenswerter Punkt im Kampf gegen den Mexikaner Jesus Torres. In Runde zwei scheiterte er an der Weltnummer 5, Guilherme Schimidt aus Brasilien.

Gioia Vetterli (-70kg) setzte sich gegen Martina Esposito (ITA) mit einer Festhaltetechnik am Boden durch, bevor sie im zweiten Kampf an Marlene Galandi (GER) scheiterte. Daniel Eich (-100kg) verteidigte einen Waza-Ari-Vorsprung gegen Ahmed Ayman (EGY) über die Zeit und verlor nachfolgend gegen Mert Sismanlar aus der Türkei. Ihre Kontrahenten schafften es schliesslich alle auf Rang drei. «Grundsätzlich stimmte der Spirit und die Einstellung unserer Athleten. Es braucht allerdings noch mehr Entschlossenheit auf der Matte und wir müssen an individuellen Fehlern arbeiten. Auch im Bereich Technik, Taktik und mentaler Stärke steht noch viel Arbeit bevor, um die Lücke zur internationalen Spitze bei Europa- und Weltmeisterschaften zu schliessen», resümiert Orlik. 

Ein Ausblick auf 2020

Bevor wir auf die internationale Saison im kommenden Jahr blicken, steht mit der Schweizer Einzelmeisterschaft noch ein wichtiger Termin auf dem Plan für die U21. Wer sich für das Kader empfehlen möchte, muss an diesem Tag gute Leistungen zeigen. «Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Junior/innen bei der SEM in Magglingen performen werden und ob sich neue Talente in dieser Kategorie etablieren können», so Flavio Orik. Des weiteren werden insbesondere die internationalen Observationsturniere für Aufgebote mit dem Nationalkader entscheidend sein. 

Für das Jahr 2020 werden wieder zahlreiche Massnahmen auf dem Programm stehen. «Internationale Wettkämpfe und Trainingslager dienen dazu, die Athleten weiterzuentwickeln und auf ein internationales Toplevel zu befördern. Denn mit der EM 2020 steht bereits wieder ein Saisonhöhepunkt in Aussicht. Bis zu diesem Event müssen wir viele Qualifikationsturniere und Trainings besuchen. Ob im kommenden Jahr auch eine WM stattfinden wird, ist derzeit bei der IJF noch in Abklärung», erklärt Flavio Orlik abschliessend. 

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