EM 2021, - Benar Baltisberger

Würdiger EM-Abschied für Ciril Grossklaus

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Ciril Grossklaus (-90kg) beendete die letzte Europameisterschaft seiner Karriere mit einem Sieg und einer Niederlage. Gegen die Weltnummer 2 kämpfte der Schweizer ebenbürtig. 

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Symbolisch: Ciril Grossklaus bestritt die letzte EM seiner Karriere. | SJV Archivbild.

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Der Turnierauftakt verlief für den 30-jährigen Ciril Grossklaus zunächst planmässig. In der Begegnung gegen Toni Miletic (BIH) wurde der Schweizer seiner Favoritenrolle gerecht: Ciril beendete den Kampf nach einer Waza-Ari-Führung schliesslich mit vollem Punkt. Ein souverän ausgeführter Konter wurde vom Unparteiischen rund eine halbe Minute vor Kampfende mit Ippon gewertet. 

Es scheint schon beinahe Gewohnheit zu sein, dass Ciril im zweiten Kampf stets auf einen Topfavoriten trifft. Dazu durfte auch der Holländer Noel Van T End gezählt werden, seines Zeichens Weltnummer 2 und amtierender Weltmeister von 2019. Der Athlet vom JJJC Brugg zeigte vollen Kampfeinsatz und lieferte ein Duell auf Augenhöhe, dass erst nach weiteren zwei Minuten Goldenscore endete – am Ende reichte es aber nicht. Van T End holte sich den Punkt durch eine überdrehte Variante seines Sode-tsuri-komi-goshi. 

Würdiger Abschied

Leistungssport ist unerbittlich. Und am Ende zählt der Sieg. Niederlagen schönzureden gehört in diesem Sinn kaum zu den empfohlenen Berichterstattungen. Gleichwohl lässt sich dem Kampf gegen die Weltnummer 2 viel Gutes abgewinnen. Über weite Strecken war das Duell ausgeglichen. Beide Athleten hielten eine gute Position und machten so die Angriffe schwierig. Der Holländer wirkte etwas solider und stärker auf den Matten verankert, Ciril dagegen zeigte sich agiler und wendiger. Erwartungsgemäss sollte ein Siegpunkt in diesem taktischen Kampf mit einem gewissen Risikon verbunden sein – Van T End nahm es auf sich, stieg mit vollem Elan in die Technik ein und wurde dafür belohnt. 

Ciril zeigte Einsatz, Kämpferherz und bewies, dass er mit der Weltspitze mithält. Und obwohl in erster Linie Siege zählen, soll an dieser Stelle seine Leistung für einen starken, letzten Auftritt an einer EM honoriert werden. Der Schweizer grüsste von seinen neunten und letzten Europameisterschaften ab – zwar ohne Medaille doch trotz allem: würdig! 

 

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