EM, - Benar Baltisberger

EM 2022: Ein siebter Rang, der wenig zufrieden stellte

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Es war ein etwas ernüchternder Start bei der Europameisterschaft für das Schweizer Team. Zwar platzierte sich Fabienne Kocher auf dem siebten Rang, doch wird sich die Topathletin mit dem Resultat nicht zufriedengeben können, da sie keine tatsächlichen Kämpfe auf den Matten für sich entscheiden durfte.

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Ein ungewöhnlicher Wettkampf endete für Fabienne Kocher mit Rang 7 | Archiv / SJV.

Als gesetzte Nummer vier profitierte Fabienne Kocher zunächst von einem Freilos – in der Folgerunde konnte die Spanierin Ballesteros nicht antreten. Das Einstiegsniveau in den Wettkampf beschleunigte sich mit dem Duell gegen Gefen Primo (ISR) entsprechend rasant. Dennoch, Fabienne fand hervorragend in das Turnier, dominierte ihre Kontrahentin und führte zu Beginn des Goldenscore. In ebender Phase schien sich aber Primo auf Dauer immer wohler zu fühlen. Die gefährlichen Attacken mehrten sich, die Schweizerin geriet unter Druck, hielt aber Schritt. Nach 2:21 Minuten setzte sich die Israelin mit einer Schultertechnik durch. 

Schonungslos, gemessen am Niveau der Konkurrenz, ging es im Hoffnungslauf weiter. Im Kampf um den Einzug ins kleine Finale wartete die Olympiasiegerin der Kategorie -48kg, Distria Krasniqi aus dem Kosovo. Nach knapp einer Minute übernahm Krasniqi durch einen O-soto-gari die Führung. Fabienne kämpfte beherzt für den Ausgleich, konnte der Kosovarin zwei Strafen aufdrängen, musste sich aber nach Ablauf der Kampfzeit geschlagen geben.

Niederlagen für Ndiaye und Waizenegger

Die beiden Newcomer Binta Ndiaye (-52kg) und Freddy Waizenegger (-66kg) mussten bei ihrem EM-Debüt Lehrgeld zahlen. Obwohl ihr Einsatz stimmte, reichte es knapp nicht über die erste Runde hinaus. Binta duellierte sich mit Mascha Ballhaus (GER) auf Augenhöhe, die Niederlage war angesichts des über vier Minuten langen Goldenscore eine knappe Angelegenheit. Die deutsche Athletin konnte sich mit einem Harai-Goshi behaupten. 

Freddy Waizenegger (-66kg) kämpfte gegen Robert Klacar. Trotz zwei Strafen auf dem Konto des Schweizers war über lange Zeit alles offen. Die Entscheidung folgte am Boden: eine Würgetechnik wurde von den Unparteiischen als Ippon gewertet. Freddy musste damit leider eine Niederlage akzeptieren. 

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