EM 2018, - Benar Baltisberger

EM-Bronze für Evelyne Tschopp!

image

Evelyne Tschopp gewinnt bei der Judo Europameisterschaft 2018 in Tel Aviv (ISR) die zweite EM-Bronzemedaille in ihrer Karriere. 

image

Sämtliche Faktoren zeigten zu Beginn der diesjährigen Judo Europameisterschaften in eine positive Richtung für Evelyne Tschopp. Die konditionelle Form stimmte, die bisherigen Resultate gaben Selbstvertrauen und die Auslosung schien einem guten Resultat entgegenzukommen. Dennoch bleibt es Sport – und dieser wahrt seine Faszination insbesondere durch seine Unberechenbarkeit. 

Evelyne beweisst allerdings mit diesem Resultat, dass sie sich zu einem engeren Kreis von Athletinnen zählen darf, die sich auf ihr Leistungsvermögen verlassen können. In sämtlichen Kämpfen, bei denen sie als Siegerin abgrüssen durfte, war zu kaum einem Zeitpunkt Unsicherheit spürbar. Dank einer sehr soliden Verteidigung und der Wahl der richtigen Technik im entscheidenden Moment, verteidigt die 26-jährige Schweizerin ihre Bronzemedaille vom Vorjahr.

Nach einem Freilos demonstrierte Evelyne diese gewinnbringende Taktik in ihrem ersten Kampf gegen die Norwegerin Madalene Rubinstein. Trotz einem auf Wertungsebene ausgeglichenem Kampf schien Evelyne nie ernsthaft Gefahr zu laufen, diesen zu verlieren. Im richtigen Moment, kurz vor Kampfende, erzielte die Athletin vom JC Cortaillod-NE das entscheidende Waza-Ari und siegte schliesslich über Zeit.
Im zweiten Duell gegen die ambitionierte Lokalmatadorin, Gefen Primo aus Israel, überzeugte Evelyne mit einer unorthodoxen Variante eines «Sode-tsuri-komi-goshi» mit anschliessendem Festhaltegriff. Die Halbfinalgegnerin und Weltranglisten-Zweite aus Russland, Natalia Kuziutina, sollte gewarnt sein, dass die Schweizerin zu mehr als nur «O-uchi-Gari» fähig ist.

Trotz berechtigtem Optimismus schien im Halbfinalkampf nicht viel zu holen zu sein. Kuziutina erwischte Evelyne Tschopp zweimal eiskalt mit ihrer Schultertechnik über die linke Seite. Ins kleine Final verwiesen, stand im letzten Duell die Ungarin Reka Pupp zwischen Evelyne und dem zweiten europäischen Edelmetall für die Schweizerin – doch sie stand nicht lange! Evelyne machte – etwas salopp ausgedrückt – kurzen Prozess mit ihrer Kontrahentin. 20 Sekunden und ein «O-soto-Gari» später stand das Topresultat fest! 

Wir verneigen uns und gratulieren herzlich zu dem mehr als verdienten Erfolg.

→ Resultate

→ Bilder EJU

→ Bilder SJV (Q: Paco Lozano)

→ Medienmitteilung


Videorückblick


 

Top News

U21-Team in Georgien

Die U21-Nationalmannschaft absolviert ein zweiwöchiges Trainingslager in Gori, Georgien.

Patrik Moser mit Rang 7 in Budapest

Judoka Patrik Moser kämpfte sich am Wochenende beim stark besetzten Grand Prix in Budapest (HUN) ...


 

#swissjudo

 

News:

Intro image
U21

U21-Team in Georgien

Die U21-Nationalmannschaft absolviert ein zweiwöchiges Trainingslager in Gori, Georgien.


Intro image
GP Budapest

Patrik Moser mit Rang 7 in Budapest

Judoka Patrik Moser kämpfte sich am Wochenende beim stark besetzten Grand Prix in Budapest (HUN) auf den siebten Rang.


Intro image
Nachruf

Abschied Frédéric Kyburz (10.08.1943 – 01.08.2018)

Sensei Frédéric Kyburz, 8. Dan Judo, ist im Alter von 75 Jahren von uns gegangen.


Intro image
Sport für Alle

Judoka gehen baden [Video]

Die fleissigen Judoka vom Hara Sport Murten wirken mit Kreativität der Sommerhitze entgegen.


Intro image
U21 EC Berlin

U21: Simon Gautschi Fünfter in Berlin

Das Junioren-Kader kämpfte am vergangenen Wochenende in Berlin. Simon Gautschi (-81kg) setzte sich stark in Szene und verpasste die Medaille nur knapp.


Intro image
GP Zagreb

Kein Glück für die Schweizer in Zagreb

Beim Grand Prix in der kroatischen Hauptstadt konnten sich die Schweizer Athleten nicht nach vorne kämpfen. 


Intro image
Judolager

Judolager in Mürren

Judo mit Herz: Die Trainingswoche im Berner Oberland hat Tradition und eine unvergleichliche Kulisse.


Intro image
Kampfrichter

Internationale Abzeichen für Kampfrichter

Raphaël Kloeti und Patrick Schmidli verdienten sich die Auszeichnung als «IJF continental referee».