GP Zagreb, - Benar Baltisberger

Kein Glück für die Schweizer in Zagreb

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Beim Grand Prix in der kroatischen Hauptstadt konnten sich die Schweizer Athleten nicht nach vorne kämpfen. 

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Steiniger Weg für Ciril Grossklaus: Misserfolge gehören eben auch zum Sport | Bild: SJV / Archiv.

→ Turnierübersicht: Resultate / Videos

Es waren schwierige Auslosung, die ihren Tribut forderten – Der stark besetzte Grand Prix in Zagreb veranschaulichte die momentane Lücke zur absoluten Weltspitze. Die Schweizer Athleten müssen ohne Grosserfolg zurückkehren. Nennenswerte Punkte fürs Olympiaranking gab es einzig für Nils Stump und Timo Allemann dank jeweils einem gewonnenen Kampf. Es steht weiterhin viel Arbeit an für unsere Kader-Athleten.
 

Tag 1: Frühes Aus für Fabienne Kocher

Fabienne Kocher scheiterte in Zagreb nach einem Freilos an der Belgierin Charline Van Snick. Die olympische Medaillengewinnerin von 2012 und derzeit Weltnummer neun der Kategorie -52kg behielt im Duell gegen die Schweizerin die Oberhand. Nach einer ausgeglichenen Startphase spielte Van Snick im richtigen Moment ihre Klasse im Bodenkampf aus und entschied den Kampf über einen Festhaltegriff für sich. Nach ihren starken Europacup-Erfolgen muss Fabienne Kocher weiter auf einen grossen Erfolg bei der «IJF Worldtour» warten.

Evelyne Tschopp konnte leider die Gewichtslimite -52kg nicht realisieren. Chef Leistungssport, Dominique Hischier, zur Situation: «Leider schaffte es Evelyne nicht, das Gewicht noch rechtzeitig auf 52kg zu reduzieren. Wir sind uns bewusst, dass es für sie nicht selbstverständlich ist, die Gewichtslimite zu erreichen, obwohl sie es bisher immer geschafft hatte. Ich sehe diese Situation als Chance für Evelyne und den SJV, um gewissenhaft zu analysieren, wie es dazu kam und um eine entsprechende Strategie auszuarbeiten, die erlaubt, Evelyns Wettkampfniveau nochmals zu steigern.»
 

Tag 2: Kämpferherz blieb unbelohnt

Am zweiten Einsatztag in Zagreb standen die beiden -73kg-Athleten Timo Allemann und Nils Stump im Einsatz. In der Gewichtsklasse mit insgesamt 57 Teilnehmern fanden beide Schweizer einen guten Start ins Turnier.
Erst holprig, dann aber sehr souverän war Nils Stumps erster Kampf gegen den Portugiesen Nuno Saraiva. Nach anfänglichem Ippon von letzterem, das korrekterweise zu Waza-ari nach unten korrigiert wurde, setzte Nils sofort nach und glich den Punktestand aus. Im Golden-Score holt sich Nils Schliesslich den verdienten Sieg mit O-soto-gari. Endstation war dann in Runde zwei: An der Weltnummer 10 und dem späteren Turniersieger Akil Gjakova (KOS) gab es für den jungen Schweizer kein Vorbeikommen mehr.

 


Während Timo Allemann in seiner ersten Runde mit seiner Spezialtechnik Uchi-mata zu glänzen wusste, wartete in Runde zwei mit dem Russen Georgii Elbakiev ein sehr zäher Kontrahent. Über lange Zeit lag Timo im Rückstand und obwohl es gegen Ende aussichtlos schien, gab sich der Ostschweizer nicht geschlagen. Nur knapp vor dem Gong rettete sich Timo durch Punkteausgleich in den Golden-Score. Nach weiteren 3 Minuten und 17 Sekunden Kampfzeit setzte sich schliesslcih Elbakiev durch. Timo zeigte viel Einsatz und Willensstärke – leider blieb es diesmal unbelohnt.


Tag 3: Grossklaus und Moser in Runde 1 gestoppt

Auch der dritte Tag des Grand Prix wollte für die helvetischen Kämpfer kein glückliches Ende nehmen. Patrik Moser (-100kg), der noch kürzlich Bronze beim Weltcup in Madrid feierte, unterlag in der Startrunde der Weltnummer 7, Elkhan Mammadov aus Aserbaidschan. Eine gelungene Technik über die linke Seite und der anschliessende Festhalter wurde Parik zum Verhängnis.
Auch für Ciril Grossklaus sollte es nicht besser laufen im Duell gegen den ehemaligen Weltmeister Avtandili Tchrikishvil (GEO). Mit einem Waza-Ari-Rückstand über Zeit musste sich Ciril frühzeitig vom Turnier verabschieden. 

 


 

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