WM 2019, - Benar Baltisberger

WM-Vorschau: Interview mit Evelyne Tschopp

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Vom 25. – 31. August finden die Judo Weltmeisterschaften in Tokio statt. Evelyne Tschopp erklärt im Interview, wie es um ihre Teilnahme steht. 

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Das Judo-Highlight des Jahres steht bevor. Vom 25. – 31. August kämpfen die weltbesten Judoka in Tokio (JPN) um die WM-Medaillen und um viele Punkte für die Weltrangliste. Es steht ausser Frage, dass eine Weltmeisterschaft im Jahr vor den Olympischen Spielen ein absolut hochkarätiger Event sein wird.
Ein Blick auf die Statistik kann dies nur bestätigen: Knapp 900 Athleten aus über 150 Nationen haben sich eingeschrieben. In der Klasse -73kg wird sich Nils Stump einer Konkurrenz von fast 100 Judoka stellen. Bei Ciril Grossklaus (-90kg) sind es 70 Athleten, während Fabienne Kocher und Evelyne Tschopp (-52kg) in einem Teilnehmerfeld von knapp 60 Athletinnen teilnehmen. 

Gemessen an ihren Erfolgen innerhalb der letzten Jahre, ist Evelyne Tschopp die Schweizer Hoffnungsträgerin auf ein grosses Resultat. Eine Verletzung des rechten Unterschenkels kurz nach dem Erfolg beim Grand Prix in Hohhot (CHN) sorgte bei der Topathletin allerdings für Frustration. Doch Evelyne Tschopp ist eine Kämpferin auf und neben den Matten. Dank vollem Einsatz für die Rehabilitierung ist Evelyne zuversichtlich für ihr Comeback bei der WM…

Evelyne, wie geht es dir im Moment?

«Mir geht es gut und von Tag zu Tag besser mit dem Fuss. Die Reha und der Aufbau verliefen problemlos.»

Wie ist die Verletzung zu beurteilen, wie lange dauert die Regeneration grundsätzlich?

«Es waren viele Strukturen betroffen, mehrere Bänder gerissen und das Wadenbein gebrochen. Die komplette Reha wird noch eine Zeit in Anspruch nehmen, jedoch sind die für das Judo wichtigen Bewegungen und Belastungen gut möglich, so dass einem WM-Start nichts mehr im Wege stehen sollte.»

Die WM-Teilnahme ist für dich also realistisch?

«Ja sie ist realistisch, darauf habe ich die vergangenen zehn Wochen auch hart gearbeitet. Die Vorbereitungen waren natürlich nicht optimal, da ich kaum Randori machte. Allerdings konnte ich mich gut mit Kraft und dem Theraband vorbereiten. Es war ebenfalls möglich mit guten und leichteren Partnern im CRPR bereits früh mit Uchi-komi und Würfen zu beginnen.»

Direkt beim grössten Turnierevent des Jahres einzusteigen wird sicher eine Herausforderung. Was sind deine Ziele bei einer Teilnahme?

«Grundsätzlich bleiben meine Ziele dieselben – eine Platzierung unter den Top-7. Die fehlende Wettkampfpraxis konnte zwar leider durch die wenigen, judospezifischen Randori nicht kompensiert werden. Aber es kann auch von Vorteil sein, ohne Druck und mit richtiger Vorfreude am Wettkampf teilzunehmen. »

Ist die Verletzung ein starkes Hindernis für die Olympia-Qualifikation?

«Nein, ich denke nicht. Der Fuss ist sehr weit im Aufbau und der zweiten Jahreshälfte sollte somit nichts im Wege stehen. Das war vorübergehend ein kurzer Bremser, aber nun starte ich wieder voll.»

Vielleicht noch ein Blick in die Zukunft: Wie geht es bei dir nach Tokio 2020 weiter?

«Das kann ich noch nicht sagen, es hängt viel von den Resultaten und dem Studium ab.»


 


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