WM 2019, - Benar Baltisberger

Rückblick zur WM 2019 in Tokio

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Coach Giorgio Vismara, Athlet Ciril Grossklaus und Chef Leistungssport Dominique Hischier geben einen Rückblick zur Judo WM 2019 in Tokio (JPN).

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Punkt: Ciril Grossklaus gewinnt den ersten Kampf nach gelungener Technik. | SJV / Paco Lozano.

→ Resultate

→ Bilder (SJV / Paco Lozano)

Über 800 Athleten aus knapp 150 Nationen machten die diesjährige Judo Weltmeisterschaft zu einem auffällig stark besetzten Event. Die vier vertretenen Schweizer Judoka Evelyne Tschopp, Fabienne Kocher, Nils Stump und Ciril Grossklaus verbuchten kleine Erfolge, für ein Resultat reichte es am Ende aber nicht aus. Die gewonnenen Kämpfe zeigen, dass unsere Athleten auf diesem Leistungsniveau zwar bestehen können, doch deute diese WM auch auf die momentanen «Grenzen» hin, wie Chef Leistungssport Dominique Hischier klar zu verstehen gibt:

«Diese Weltmeisterschaften haben Licht auf unsere derzeitigen Grenzen geworfen und unsere Schwächen aufgezeigt. Es ist grundlegend, dass sich nun jeder selbst hinterfragt und schliesslich nach einer kurzen Pause wieder an die Arbeit geht. Es geht meiner Meinung nach nicht nur darum, Punkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln, sondern auch darum, unsere Athleten in ihren spezifischen Bereichen gezielt zu fördern. Andernfalls wird es für uns nicht möglich sein, grosse Resultate zu erzielen», so Chef Leistungssport Hischier. 

Auch Coach Giorgio Vismara zeigte sich zwar enttäuscht, bleibt aber zuversichtlich und glaubt an sein Team: «Diese WM spielte sich auf einem extrem hohen Level ab, mit einer Rekordzahl an Teilnehmern. Am Ende erreichen nur vier Athleten das Podest, dafür hätten unsere Judoka bei diesem Turnier über sich hinauswachen müssen. Die Anspannung vor dem Wettkampf war hoch, da alle unbedingt ihre Bestleistung abrufen wollten, was zu unnötigen Fehlern führte. Kurz gesagt: wir haben viel gearbeitet und nur wenig erreicht. Doch trotzallem bin ich vom Potenzial unseres Teams überzeugt und dass wir das bald beweisen werden.»

Dank einem guten Start konnte Athlet Ciril Grossklaus in Tokio seine ersten beiden Kämpfe gewinnen und musste sich im Achtelfinale geschlagen geben. Kämpferisch habe er alles gegeben, seinen besten Tag erwischte der 28-Jährige aber nicht gemäss eigener Aussage. «Von aussen sah man es vielleicht nicht, aber ich habe mich körperlich nicht so dynamisch und energievoll gefühlt wie bei den letzten drei Turnieren. Dabei haben wir die Vorbereitung fast identisch wie bei den European Games gemacht. Das werde ich mit meinen Trainern noch genauer anschauen. Kämpferisch habe ich mir aber alles abverlangt. Im letzten Duell hätte ich mich taktisch besser verhalten können.»


Die nächsten Events warten

Mit der WM ist ein wichtiger Höhepunkt in diesem Jahr zwar vorbei, doch warten bereits die nächsten wichtigen Einsätze, wie Dominique Hischier erklärt:  «Die nächsten grossen Turniere sind der Grand Slam in Abu Dhabi (UAE) sowie jener von Brasilia (BRA). Evelyne Tschopp braucht nun nach der Genesung ihrer Verletzung wieder Wettkampfpraxis und wird darum beim Grand Prix in Tashkent antreten. Nils Stump bleibt mit Giorgio Vismara im Anschluss an die WM noch in Tokio für ein dreiwöchiges Trainingslager. Die Massnahmen von Evelyne und Nils werden als Unterstützung von Swiss Olympic übernommen, dafür sind wir sehr dankbar.» 


Detaillierte WM-Rückblicke (SJV)


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