Ju-Jitsu, - Alexandra Erni / B. Baltisberger

«Der Wettkampfsport als Athlet oder Coach ist eine einzigartige Lebenserfahrung!»

image

Die Ju-Jitsu Nationaltrainerin des Duo-System Alexandra Erni hat ihren Rücktritt beschlossen. Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist und wie es weiter geht erklärt sie im Interview. 

image

Ju-Jitsuka Alexandra Erni und das Duo-System – hier passte schon immer alles zusammen. Zwei Weltmeistertitel in den Jahren 2008 und 2010 sowie zahlreiche weitere Medaillen an Grossanlässen konnte sie sich als Athletin in ihrer aktiven Zeit sichern. Nach dem Rücktritt vom Leistungssport engagierte sich Alexandra seit Anfang 2015 als Nationalcoach im Duo-System. Und auch da war die heute 37-Jährige an sehr grossen Erfolgen beteiligt: In den Jahren 2016 – 2019 regnete es durchgehend Duo-Medaillen, darunter auch WM-Titel.

Nun, rund fünfeinhalb Jahre später, entschied sich Alexandra zum Rücktritt vom Amt als Nationalcoach. Wir bedauern den Weggang der Erfolgstrainerin, doch bedanken uns für den grossen Einsatz in allen Jahren. Aber schliesslich wird Alexandra dem Schweizer Ju-Jitsu erhalten bleiben, wie sie im Interview verrät…


Alexandra, was war dein persönliches Highlight in den Jahren als Nationaltrainerin?

«Die WM in Polen 2017 war ein voller Erfolg für das Schweizer DUO-Mixed-Team – der erste WM-Titel von Sofia Jokl & Thomas Schönenberger in Polen und ein 3. Rang von Antonia & Florian Erni. Im gleichen Jahr folgte mit Silber von Dario Francioni & Janik Arnet bei der Junioren WM ein weiteres Highlight. Aber allgemein sind es die Erlebnisse mit dem Schweizer Ju-Jitsu-Team an den international grossen Meisterschaften. Der Team-Spirit war immer einzigartig!»

Warum der Rücktritt, was sind deine nächsten Herausforderungen?

«Seit 2007 bis Ende Juni 2020 waren meine Freizeit und die Weekends zu einem grossen Teil vom Ju-Jitsu Wettkampfsport geprägt, was mir Spass machte. Ich durfte dabei viele grossartigen Erfahrungen machen. Ich merkte aber im letzten Jahr, dass mich die vielen verplanten Wochenenden immer mehr stressten, weil ich unter anderem auch einige Outdooraktivitäten wie Ski- und Bergtouren neu entdeckte. Weiter hatte ich das Bedürfnis verspürt, mehr freie Zeit zu haben, die ich spontan für mich einsetzen kann.»

In welcher Form wirst du dem Schweizer Ju-Jitsu erhalten bleiben?

«Ich werde mich weiterhin im Club Kiai Cham als Trainingsleiterin engagieren und versuchen den einen oder anderen für den Wettkampfsport zu begeistern. Weiter werde ich auch an den nationalen Ju-Jitsu-Turnieren als Coach oder Kampfrichter im Einsatz stehen.»

Was möchtest du deinem Nachfolger mitgeben?

«Es erwartetet sie/ihn eine spannende Herausforderung und die Auseinandersetzung mit verschiedenen individuellen Athleten und Teams. Alle wollen auf ihre eigene Art gefordert werden. Manchmal ist es auch eine Challenge aus wenig sehr viel zu machen. Meine Devise war meistens 'Weniger ist mehr', insbesondere unmittelbar vor einem Wettkampf.»

Deine abschliessenden Worte als Coach…?

«Ich bedanke mich bei meinen Athleten, allen Trainern und beim SJV. Der Wettkampfsport als Athlet oder Coach ist eine einzigartige Lebenserfahrung, die ich nicht missen möchte. Dem Schweizer Ju-Jitsu Kader wünsche ich viel Erfolg und weiterhin einen guten Team-Spirit.»


 

Top News

WERTvolle Sportanlagen

Swiss Olympic unterstützt Sportanlagen, um die ethischen Prinzipien des wertvollen Sports zu ...

Alex Budolin: « Es gibt immer Potenzial! »

Nationaltrainer Aleksei Budolin im Interview nach dem ersten Grossevent des Jahres. 


 

Instagram #swissjudo

 

News:

Intro image
Swiss Olympic

WERTvolle Sportanlagen

Swiss Olympic unterstützt Sportanlagen, um die ethischen Prinzipien des wertvollen Sports zu verankern. Jetzt mitmachen!


Intro image
Doha Masters

Alex Budolin: « Es gibt immer Potenzial! »

Nationaltrainer Aleksei Budolin im Interview nach dem ersten Grossevent des Jahres. 


Intro image
Spass

«Snow Ukemi» [Video]

#Flockdown im Judo- & Ju-Jitsu-Style: Simone Bellati zeigt seine innovative Fallübung. 


Intro image
Covid-19

COVID-19 Verordnungen des Bundesrates vom 13. Januar 2021

Der Bundesrat hat angesichts der angespannten epidemiologischen Lage an seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen.


Intro image
Dohas Masters

Doha: Grossklaus unterliegt im Goldenscore

Beim Masters in Doha (QAT) kommt Ciril Grossklaus (-90kg) nicht über die Startrunde hinaus. 


Intro image
Masters Doha 2021

Doha: Frühes Aus für Nils Stump

Judoka Nils Stump (-73kg) musste sich beim Masters in Doha in der Startrunde geschlagen geben.


Intro image
Interview

Ciril Grossklaus: «Es sind die letzten Monate meiner Aktivzeit»

Ciril Grossklaus stellt sich auf seine finale Saison ein. Schritt für Schritt will der Schweizer Judoka sein Ziel der Olympischen Spiele in Tokio erreichen.


Intro image
Masters Doha

Masters 2021: Siege und Rückschlag für Evelyne Tschopp

Evelyne Tschopp kämpfte sich beim Masters in Doha (QAT) auf Rang 7. Verletzungsbedingt konnte sie den Hoffnungslauf nicht mehr antreten.