SMM, - Benar Baltisberger

Teams: Doppelsieg für Uster

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Der Judo Club Uster gewinnt den Mannschaftsmeister-Titel bei den Damen und Herren. Ein historischer Doppelerfolg für die Zürcher. 

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Spannend und Emotional – die Finalrunde der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft bot wieder einmal alles, was man sich von so einem Anlass wünschen darf. Und die «Headline» am Ende des Tages war unverkennbar: Der JC Uster räumte ab und sicherte sich den Doppelsieg. Bei den Herren entthronten die Ustermer in einem Finale der Extraklasse die Serienmeister vom JJJC Brugg. 

Goldenscore-Krimi brachte die Entscheidung

Der Finalkampf bei den Damen zwischen Uster und dem JKL Taïga präsentierte sich als Nervenbelastung – im positiven Sinne – für die Zuschauer und Fans auf beiden Seiten. Beide Teams hatten sich den Finaleinzug klar verdient: Uster bezwang Oensingen mit 4:1, ebendas Resultat lieferte Taïga gegen Cortaillod-NE.

Das Wetteifern um Gold gestaltete sich entsprechend offen. Einer der Schlüsskämpfe war sogleich die Begegnung -57kg zwischen den beiden Topathletinnen Fabienne Kocher (Uster) und Binta Ndiaye. Nach anfänglichem Rückstand konnte Fabienne das Blatt wenden und die ersten Punkte schreiben. Chiara Friden punktete für Lausanne, Oana Nicolaescu wieder für Uster. Die Entscheidung fiel dann in einem regelrechten Goldenscore-Krimi in Runde 4. Erst nach über 8 Minuten Kampfzeit konnte sich Lia Kuchava (-70kg) gegen April Fohouo durchringen. Ein Einsatz, der mit Gold belohnt wurde. Bronze ging an die Damen aus Oensingen mit 3:2 gegen Cortaillod-NE.

Historischer Doppelsieg

Dass die Brugger angreifbar waren, war bereits im Halbfinale spürbar. Die Jungs aus Yverdon gingen beherzt ins Rennen und forderten die Serienmeister in einem Halbfinale auf Augenhöhe. Bis zum letzten Einsatz stand es 3:3 – doch Daniel Eich rettete die Brugger in der Klasse +100kg ins Finale. Auf der Matte gegenüber liess Uster kaum etwas anbrennen und siegt mit einem klaren 6:1 gegen Bern.

Die Bronzemedaille ging an Yverdon mit 5:2 gegen Bern. Danach kündigte sich ein grosser Finalkampf zwischen zwei Top-Teams an. Uster kam mit der Doppelgold-Mission nach Neuenburg und konnte die wohl stärkste Herren-Mannschaft in der noch jungen NLA-Geschichte aufstellen – die Chancen standen hervorragend. Auf der anderen Seite kennt man die Mannschaftsstärke der Brugger und wer die Liga der vergangenen Jahre verfolgte, der weiss, weshalb die Aargauer auch «Serienmeister» genannt werden dürfen. 

Ein bärenstarker Nils Stump (-81kg) legte für Uster gleich das Tempo vor. Sein Kader-Kollegen Michael Kistler wurde eiskalt von Stumps Sasae-tsuri-komi-ashi erwischt – so erging es einigen Konkurrenten in jüngster Zeit. Dann der Schlagabtausch: Simon Gautschi (-100kg) glich in der zweiten Runde aus, Siro Stump (-73kg) holte den Punkt für Uster, Loan Celikbilek siegte -66kg für Brugg und Oleksandr Martynchuck (-60kg) realisierte den dritten Punkt für Uster.

Den entscheidenden Sieg für die Ustermer machte Lukas Wittwer (-90kg) in der vierten Begegnung. Die lange ersehnte Goldmedaille war damit erreicht – das i-Tüpfelchen machte Igor Mbakom (+100kg) mit einem Sieg gegen Daniel Eich. Damit gewinnt Uster als erste Mannschaft einen Titel gleichzeitig bei den Herren & Damen.

Auf- und Abstiegskämpfe

Vor den finalen Runden der Nationalliga A fanden die Auf- und Abstiegskämpfe der NLB / Regionalliga (Herren) bzw. NLA / Regionalliga (Damen) statt. Bei den Damen konnte sich das Team von Stade-Lausanne gegen Jura als auch St. Gallen durchsetzen und wird 2023 in der obersten Liga starten.

Romont konnte sämtliche Runden bei den Herren für sich entscheiden und wird in die NLB aufsteigen. Basel Beasts rangierte auf dem zweiten Platz vor Spiez und Ticino. 

  • Über die konkreten Wechsel der Ligen wird alsbald informiert, da es zum Zeitpunkt mehrere Optionen gibt. 

NLB-Meister Herren

Sieger 2022 der Nationalliga B Herren ist das Team vom Judo Kwai Lausanne. Sie setzten sich während der Saison knapp vor den Teams aus Genf und Ruggel an die Spitze und werden ab dem nächsten Jahr in der NLA kämpfen dürfen. 

 


 

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