IJF Regelwerk / Kampfrichter, - Benar Baltisberger

IJF Reglementänderung für Olympiazyklus 2017 – 2020

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Am «IJF Referee and Coach Seminar» in Baku wurden die Regelanpassungen für die kommende Olympiade erklärt…

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Die Unparteiischen: Wie werden sie in Zukunft die Kämpfe bewerten?

Für den anstehenden Olympiazyklus von 2017 - 2020 (Spiele in Tokyo) wurden von der International Judo Federation (IJF) Anpassungen am Wettkampf-Regelwerk vorgenommen. Primär läuft eine Testphase, die per sofort und bis zur WM in Budapest dauern wird. Anschliessend erfolgen eine Evalutation sowie mögliche, ergänzende Anpassungen.

Ziel ist es – gemäss IJF Präsident Marius Vizer – den Sport verständlicher, einfacher und flexibler zu gestalten. Dadurch soll das Judo einer breiteren Öffentlichkeit attraktiver gemacht werden.

(NEU!) Einführung in der Schweiz

In Absprache mit der Chefin Leistungssport Judo a.i., dem Kampfrichterobmann und dem Chef Veranstaltungen wurde entschieden, dass die Schweiz die Reglementänderungen ebenfalls per sofort einführen wird. D.h.: Per 21.01.2017 am Turnier in Morges gelten die neuen Regelungen gemäss IJF! (Weitere Infos bzgl. →Wertungspunkten)


Überblick über die wichtigsten Änderungen:


(Ausschnitt aus IJF Referee & Coach Seminar Part 1)​

  • Kampfdauer M&F = 4 Minuten
  • Wertungen nur noch Ippon (= vorzeitiger Sieg) und Waza-Ari (Yuko neu ebenfalls = Waza-Ari). Analog Festhalter → 10sek = Waza-Ari, 20sek = Ippon
  • Waza-Ari werden nicht zusammengerechnet, also 2x W-Ari nicht mehr gleich Ippon.
  • Nur Punktevorteil durch Wertung/en können nach Ablauf der regulären Kampfzeit den Sieger bestimmen (Ausgenommen Disqualifikation / Hansoku-make). Im Golden-Score können Wertungen und/ oder Strafen entscheiden.
  • 3 Shidos = Hansokumake
  • Kumikata (Griffkampf):
    Neu sind einige Varianten des unkonventionellen Griffkampfs erlaubt, die bis anhin verboten waren:
    Bsp.: → Pocket Grip  → Pistol Grip
    (!) Unkonventionelle Kumikata werden bestraft, wenn nicht sofort angegriffen wird. 
    (!) Unkonventionelle Kumikata dürfen zum Werfen und Grifflösen eingesetzt werden
    (!) Für den «Bear-Hug» muss mindestens eine Hand bereits am Kimono gefasst haben. 
    (!) Nicht erlaubt→ Griff in Ärmel
     

Detaillierte Rückschau: IJF Coach & Referee Seminar (Part I – III)

 

 


 

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