TWG 2017, - Benar Baltisberger

World Games Ju-Jitsu: Gold und Silber für die Schweiz!

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Ilke Bulut gewinnt die Goldmedaille in der Kategorie Ne-Waza -77kg, Daniel De Maddalena Silber im Ne-Waza -85kg. Das Duo-Team Jokl / Schönenberger landet auf Rang 4.

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Abräumer-Jungs: Daniel De Maddalena (links) gewinnt Silber, Ilke Bulut Gold. | Bild: SJV

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Mit den Ju-Jitsu World Games 2017 blicken wir auf zwei Wettkampftage zurück, die in vielerlei Hinsicht begeistern konnten. Im Zuge actionreicher Szenen sowie sportlichen Werten, etablierten sich unsere heimischen Ju-Jitsuka in sehr starken Teilnehmerfeldern. Denn was die World Games im Ju-Jitsu betrifft, so darf man sich alleine die Qualifizierung als Leistung anrechnen, angesichts der ausschliesslich Top-6 selektionierten Athleten pro Kategorie.
Das Potenzial für Medaillenränge brachten alle unsere Ju-Jitsuka mit. Am Ende reichte es bei den Bodenkämpfern Ilke Bulut (NW -77kg) und Daniel De Maddalena (NW -85kg) für den Podestplatz. Ilke beendet das Turnier unbesiegt und gewinnt Gold, Daniel musste sich in nur einem Kampf geschlagen geben. Wir gratulieren herzlich zu den starken Einsätzen des ganzen Teams.

Ilke Bulut – Gold Ne-Waza -77kg

Das Geheimrezept des Genfer Ju-Jitsuka scheint seine Coolness. Ein ruhiges Gemüt – keine Hektik ist ihm anzusehen. Der Mann verinnerlicht, dass er alles im Griff hat. Im richtigen Griff hatte er schliesslich auch seine Konkurrenz. 
Im ersten Kampf stand dem Schweizer mit Wim Deputter (BEL) einer seiner härtesten Konkurrenten gegenüber. Ilke Bulut siegte nach Punkten – in gleicher Manier bahnte sich der Ju-Jitsuka seinen Weg ins Finale gegen den Rumänen Bucalet und Al Qubaisi (UAE). Im letzten Duell kam es schliesslich zur Reprise gegen den Belgier, der sich im zweiten Halbfinale behaupten konnte. Der Schweizer Bodenexperte liess nichts mehr anbrennen, dominierte über weite Strecken und holte sich verdient den Sieg gegen den Vize-Europameister.

Daniel De Maddalena – Silber Ne-Waza -85kg

«Der Underdog, der überraschen könnte…», so betitelte sich Daniel De Maddalena selbst in einem Interview. Als nachnominierter Athlet rückte Daniel über die Kontinentalquote zu den Top 6 auf. Und der Underdog überraschte sogar mehrfach!
Daniel sah sich im ersten Kampf gegen den amtierenden Weltmeister aus Mexiko einer schwierigen Aufgabe gegenüber. Der Bieler Bodenkämpfer zeigte einen überzeugenden Einsatz und nutzte seine Chance im rechten Moment für einen Würgegriff – Weltmeister Dan Schon klopfte! Beflügelt von diesem Erfolg gewann Daniel De Maddelena ebenso seinen zweiten sowie den Halbfinal-Kampf. Im Finale – wiederum gegen Dan Schon (MEX) – hatte Daniel ärgerlicherweise das Nachsehen. Der Schweizer gewinnt aber eine hochverdiente Silbermedaille.

Duo Mixed Sofia Jokl und Thomas Schönenberger

Die amtierenden Weltmeister hatten grosse Anforderungen an sich selbst gestellt. Nach einem harten Wettkampftag resultierte der vierte Rang – nicht das gewünschte Resultat. Verständliche Enttäuschung bei den Top-Athleten, denn sie hätten die Medaille verdient und hätten sie ebensogut gewinnen können.
Nach einer Startniederlage gegen das belgische Duo, zeigten die Schweizer Ju-Jitsuka eine überzeugende Reaktion und einen klaren Sieg gegen Österreich. Der Halbfinal war die Reprise vom WM-Final 2016. Die Bewertungen liefen zu Ungunsten der Schweizer. Im kleinen Final standen Jokl / Schönenberger erneut den Belgiern gegenüber, die ihrerseits im Halbfinale an Deutschland scheiterten. Trotz voller Überzeugung und Team-Spirit reichte es leider nicht.


Brutal und schön zugleich – Der Sport zeigte sich für Sofia Jokl und Thomas Schönenberger in all seinen Facetten. Am Ende gilt es die richtige Perspektive zu wählen.

Danny Feliz und Nicolas Baez

Der Vize-Weltmeister im Ne-Waza, Danny Feliz, und der WM-Fünfte Fighter Nicolas Baez mussten sich in ihren Pool-Kämpfen geschlagen geben. Verletzungsbedingte Vorgeschichten forderten nicht zuletzt ihren Tribut. Danny Feliz erholte sich erst kürzlich von einer Knieverletzung und hatte kaum das Training wieder aufgenommen. Nicolas Baez zerrte sich an der Ju-Jitsu Schweizermeisterschaft den Brustmuskel. In einem hochkarätigen Teilnehmerfeld wurden die Kämpfe zur Herkulesaufgabe.

Kampfrichter: Linus Bruhin und Ueli Zürcher

Allerhand zu tun hatten auch die Top-Richter Linus Bruhin und Ueli Zürcher. Als Experten innerhalb der JJIF sind die beiden Schweizer Ju-Jitsuka für einen solchen Anlass unverzichtbar. Erst recht spürbar, wenn man sich die Unterbesetzung der Kampfrichter vor Augen hält. Trotz des intensiven Wettkampfs waren die beiden stets guter Laune anzutreffen. Wir danken auch in diesem Sinne für den unermüdlichen Einsatz.

Interview mit Sofia Jokl und Thomas Schönenberger


 

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