SEM 2018, - Benar Baltisberger

Die SEM 2018 aus regionaler Perspektive

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An diesem Wochenende findet die Schweizer Einzelmeisterschaft 2018 in St.Gallen statt. Der Event ist wichtig, insbesondere auch für die Region.

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«Es wird grossartig!», freut sich Marco Peter – wohl zurecht. | SJV Archiv / Nathalie Tardy.

Am Wochenende vom 17. / 18. November finden die Judo Schweizermeisterschaften im «Athletik Zentrum» in St. Gallen statt. Der talentierte Nachwuchs, Kaderathleten und Lokalmatadoren kämpfen beim traditionsreichen Event um die Titel. Für die Region selbst war es an der Zeit, die Meisterschaft wieder in die Ostschweiz zu bringen.

Auftakt zum Duell

Aufgeregt aber fokussiert, kämpferisch und doch freundlich – barfuss und leistungswillig streift der Judoka über die Matten, den sogenannten «Tatami», stellt sich an den Rand des Kampffeldes und begrüsst seinen Kontrahenten mit einer tiefen, respektvollen Verbeugung. Hajime! lautet das Signal des Unparteiischen sowie das Duell beginnt. Die Kampfkünstler versuchen nun ihr Gegenüber mit der perfekten Technik auf den Rücken zu legen. Wer am Ende des Tages in seiner Kategorie unbesiegt bleibt, ist Judo Schweizermeister 2018.

«Judo ist in der Ostschweiz seit mehreren Jahrzehnten fest verankert.», gibt Marco Peter, Präsident des Judoverbands SG-TG-AR, zu verstehen. Dass nun auch die prestigeträchtige Schweizer Einzelmeisterschaft (SEM) wieder einmal in der Region stattfindet, ist wichtig und im Grunde längst überfällig. Die letzte Austragung war in den 80er Jahren und reicht damit gar ins letzte Jahrtausend zurück. Doch eigentlich blüht die Turnierlandschaft hier in der Ostschweiz mit zahlreichen, sehr wichtigen nationalen und internationalen Turnieren, die jedes Jahr stattfinden. «Im Grunde war es ein logischer Schritt, die Meisterschaft hier bei uns auszutragen. Wir haben viel Erfahrung und auch zahlreiche Judoka, die vertreten sein werden. Es wird grossartig!», so Peter weiter.

Der besondere Stellenwert

Als Wettkämpfer und Judoka hat man längst verinnerlicht, dass die eigene Landesmeisterschaft einen besonderen Stellenwert, ja einen eigenen Charakter hat. Obwohl man bei internationalen Turnieren womöglich auf stärkere Konkurrenz trifft, so ist die Bedeutung, der Leistungswille und damit der entschiedene Einsatz jedes Athleten im Kampf um die Vorherrschaft seiner Kategorie unbestritten.

Es überrascht daher kaum, dass das Aufgebot an Wettkämpfern wie immer gross ist. Die Region selbst wartet mit einigen Lokalmatadoren auf. Insgesamt 31 Athleten aus der Region SG-TG-AR werden von U18 bis zur Elite vertreten sein. Marco Peter weiss um deren Konkurrenzfähigkeit gut Bescheid und präzisiert: «Zu den regionalen Titelanwärtern gehören allen voran Timo Allemann, der in diesem Jahr bereits zwei Europacupturniere gewonnen hat und Carina Hildbrand, die am Swiss Judo Open, ebenfalls ein Europacup, Bronze holte.» Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. In diesem Jahr werden wiederum zahlreiche Athleten des Nationalkaders vertreten sein – Medaillen gibt es bekanntlich nur vier in jeder Kategorie. Spannung und ein hohes Wettkampfniveau dürfte garantiert sein.

Hoher Besuch

Der prominente Besuch um Kaderathleten und Olympioniken beschränkt sich aber keineswegs nur auf die Tatami. Markus Buschor, Stadtrat von St. Gallen und zuständig für Bildung und Sport, wird die Judo Schweizermeisterschaft besuchen. Daneben haben auch Patrik Baumer, Leiter des Sportamts im Kanton St. Gallen sowie Mitglieder des Panathlon Clubs St. Gallen und Wil ihr Kommen bereits bestätigt. «Es ist schön zu sehen, dass der Event auch über die Szene hinaus für Begeisterung sorgt», freut sich Peter. Und für alle, die sich spontan entscheiden, dem Gratis-Anlass beizuwohnen, hat Marco Peter einen abschliessenden Tipp: «Besonders lohnenswert für die Zuschauer ist der Finalblock der Elitekategorie, wo sich Europa- und Weltcup Medaillengewinner messen werden.» St. Gallen ist bereit und freut sich auf ein spannendes Wettkampfwochenende.

Infos unter sjv.ch/sem2018 und judoschweizermeisterschaft2018.ch


 


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