GS Düsseldorf, - Benar Baltisberger

Harte Konkurrenz beim Grand Slam in Düsseldorf

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Das Schweizer Judo-Nationalkader muss sich ohne Rangierung beim Grand Slam in Düsseldorf (GER) zufrieden geben. Kleine Highlights gab es trotzdem.

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Nils Stump: Gut auf Kurs, es wartet aber noch viel Arbeit. | SJV / Paco Lozano.

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Die Judo-Weltspitze des Wettkampfsportes zeigte sich am Wochenende des Grand Slam in Düsseldorf von ihrer unerbittlichsten Seite. Starke Teilnehmerfelder über alle Kategorien, Leistungsdruck und entsprechend harte, aber spannende Kämpfe konnte man beobachten. Es war spürbar, dass die Qualitätsanforderungen im Rennen um die Olympia-Startplätze für Tokio 2020 deutlich zunahmen. Nach einem erfolgreichen Start ins neue Jahr mussten sich die Schweizer Judoka der Konkurrenz in Düsseldorf früher beugen als gewohnt. Nils Stump scheiterte nur knapp vor den Top 7.

Die ersten Einsätze hatten die beiden -52kg-Athletinnen Fabienne Kocher und Evelyne Tschopp bereits am Freitag. Letztere war dank ihrer guten Weltranglistenposition gar als Nummer-1 gesetzt. Der erste Kampf gegen die Japanerin Chishima Maeda wurde sogleich zur schwierigen Bewährungsprobe, die Evelyne leider nicht bestehen konnte – eine Festhaltetechnik wurde der Schweizerin zum Verhängnis. Auch Fabienne Kocher konnte im Kampf gegen Gili Cohen (ISR) nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen und kam nicht über die erste Runde hinaus. 
Kaum glücklicher verlief der Einsatz am Samstag für Alina Lengweiler in der Kategorie -70kg. Alina unterlag in der ersten Runde Michaela Polleres, der Weltnummer 8 aus Österreich. Otto Imala (-100kg) wurde dagegen vom Pech auf anderer Ebene überrascht. Der 21-Jährige Schweizer verlangte dem amtierenden Europameister Toma Nikiforov (Wnr. 12 / BEL) in einem Duell über acht Minuten alles ab, war bei der entscheidenden Szene sogar erfolgreich und siegte im Golden-Score – nach einer unglücklichen Landung musste Otto Imala aber verletzungsbedingt von den Matten getragen werden und konnte das Turnier nicht weiter bestreiten (Der Verletzungszustand ist derzeit in Abklärung).

Nils Stump mit Fingerzeig aufs EM-Podest?

Das beste Resultat gelang am Samstag Nils Stump in der Klasse -73kg. Nils konnte die ersten beiden Kämpfe für sich entscheiden und verlor in der dritten Runde gegen Somon Makhmadbekov (TJK), nur eine Runde vor den Viertelfinals. Herauszuheben gilt es dabei den Sieg in der zweiten Runde gegen den amtierenden Europameister seiner Kategorie, Ferdinand Karapetian aus Armenien. Nach einem ausgeglichenen Kampf mit einem Waza-Ari auf beiden Seiten dominierte Nils das Duell im Golden-Score und gewinnt den Kampf mit Straf-Vorteil. Ein kleiner Blick auf das EM-Podest 2018 ist dabei für die Statistik durchaus spannend. Neben dem amtierenden Champion konnte Nils Stump in diesem Jahr auch den drittplatzieren Tommy Macias (SWE) besiegen. Ein gutes Omen für die kommenden Europameisterschaften im Juni? Die kontinuierlichen Leistungssteigerungen sprechen durchaus für den jungen Schweizer.

 


 


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