EM Kazan 2016, - Benar Baltisberger

Europameisterschaft: Rang 5 für Evelyne Tschopp

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Evelyne Tschopp kämpft sich mit 3 Siegen in Europas Top 5! Chammartin, Amaron, Robra, Moser und Grossklaus müssen frühes Aus hinnehmen.

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Die Muttenzerin Evelyne Tschopp konnte sich in der Klasse -52kg nach vorne kämpfen | Bild: Archiv SJV / P. Lozano

→ Medienmitteilung

Tag 3

Patrik Moser, -100kg
Der Gebenstorfer Patrik Moser unterliegt bei seinem EM-Debüt in der ersten Runde dem Titelverteidiger Henk Grol aus Holland. Grol ermöglichte dem Schweizer kein Durchkommen und siegt mit einer Festhaltetechnik am Boden. Für Moser bleibt eine Olympia-Teilnahme mangels Punkten unrealistisch.

Ciril Grossklaus, -90kg
Der Brugger Judoka Ciril Grossklaus konnte an der EM 2016 nicht sein volles Potenzial ausschöpfen. Runde 1 gewinnt Grossklaus gegen den Ungaren Gabor Ver nach anfänglichem Rückstand am Ende doch noch kurz vor Ablauf der Kampfzeit. Dank einer höher erzielten Wertung (Waza-Ari) durch eine Selbstfalltechnik zog er in die nächste Runde. Doch da scheiterte der Schweizer am Ukrainer Quedjau Nhabali. Grossklaus konnte seine Yuko-Führung nicht bis zum Ende verteidigen und verliert den Kampf durch eine höhere Wertung des Kontrahenten.

Kommentar (B.B.): Die erzielte Yuko-Wertung des Schweizers hätte allerdings ohne weiteres höher bewertet werden können. Die Interpretation der Kampfrichter bewirken ein frühes EM-Aus für Ciril Grossklaus.

Tag 2: Juliane Robra, -70kg

Die Genferin erlebte überraschend nur ein kurzes EM Abenteuer 2016. Ein früher Konter der Griechin am Boden verhinderte, dass Robra ihr volles Können zum Einsatz bringen konnte. Nach einer missglückten Selbstfalltechnik der Schweizerin, wusste ihre Kontrahentin den Moment auszunutzen, um am Boden durch einen Festhaltegriff zu gewinnen. 

Tag 1

An Tag 1 der Europameisterschaften 2016 gingen die leichten Gewichtsklassen auf die Matten. Mit dabei waren die Schweizer Ludovic Chammartin (-60kg), Emilie Amaron (-57kg) und Evelyne Tschopp (-52kg). Letztere konnte ein starkes Turnier zeigen und kämpfte sich auf den fünften Schlussrang nach 3 Siegen und 2 Niederlagen.

Evelyne Tschopp, -52kg: Rang 5
Entscheidung in letzter Sekunde: Beinahe wäre Evelyne Tschopps EM-Abenteuer 2016 nach dem ersten Kampf zu Ende gewesen. Beinahe aber nur. Denn die Muttenzerin konnte ihren Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen und das nur 1 Sekunde vor Kampfende. In ebendem Kampf wurden die Zuschauer Zeuge von hochklassigem und spannendem Judo. Tschopp und ihre Kontrahentin Larisa Florian aus Rumänien schenkten sich nichts und punkteten was das Zeug hält. Sieben Wertungen zählte das Tableau schlussendlich. Wenige Sekunden vor Schluss stand es 1 Waza-Ari und 3 Yuko für die Rumänin und 1 Waza-Ari und 1 Yuko für Evelyne Tschopp. Doch die Schweizerin blieb bis zur letzten Möglichkeit dran und punktete nochmal mit 1 Waza-Ari: Sieg in Runde 1.
In Runde zwei blieb Evelyne weiterhin erfolgreich. Unspektakulärer als in der ersten Runde doch genau so verdient siegt sie gegen die Italienerin Odette Giuffrida mit 1 Yuko und zwei erkämpften Strafen. In einem zähen dritten Kampf gegen die Französin Euranie wurde Evelyne Tschopp erstmals gestoppt. Trotz viel Einsatz musste sich die Schweizerin mit Ippon geschlagen geben und wurde damit in die Hoffnungsrunde verwiesen.
Im ersten Kampf des Hoffnungslaufs hiess die Gegnerin Roni Schwartz aus Israel. Evelyne meisterte die Herausforderung gekonnt und zog mittels zwei Yuko-Wertungen in den kleinen Final um Bronze gegen Weltnummer 1 Andrea Chitu aus Rumänien. Diese forderte nochmals alles von der Schweizerin ab. Mit viel Druck von beiden Seiten war das Duell von Beginn weg intensiv und hart umkämpft. Die Rumänin punktete mit Waza-Ari, Evelyne zog zwar mit Yuko nach, doch ein zweites Waza-Ari der Rumänin gegen Mitte der Kampfzeit brachte die Entscheidung.
Evelyne konnte auf Europäischer Ebene mit ihrem starken Auftritt überzeugen und kämpfte sich in die vorderen Ränge. Letzten Endes nimmt sie leider keine Medaille nach Hause. Dafür 80 Punkte fürs Olympia-Ranking. Und Evelynes Potenzial dürfte klar gemacht haben, dass eine solche Medaille nicht mehr fern liegt.

Emilie Amaron, -57kg
Die Westschweizerin konnte überzeugend in die erste Runde der EM starten. Sie besiegte die Spanierin Equisoain knapp aber verdient mit 2:1 Strafen. In Runde 2 stand mit der Weltnummer 7 Recevaux aus Frankreich eine grosse Hürde an. Emilie konnte diese Hürde trotz starkem Auftreten nicht schaffen. Sie musste sich mit 3 Yuko geschlagen geben.

Ludovic Chammartin, -60kg
Der Bronzemedaillist des Jahres 2015 konnte an der EM 2016 nicht sein volles Potenzial abrufen. In Runde 1 verliert Ludo gegen den Bulgaren Gerchev. Einige Urteile seitens der Kampfrichter gaben Anlass zur Diskussion - am Ende hilft es aber bekanntlich nichts: Ein gewisser Interpretionsspielraum der Kampfrichterentscheidungen gehören manchmal auch zum Sport. 

 


 

 

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