CISM 2016, - Benar Baltisberger

CISM 2016: Spezielles Ambiente – Starkes Turnier

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Flavio Orlik – Bronze an der Militär WM 2013 – spricht über den kommenden Event vom 9.–11. Dezember in Uster

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«Wer hier punkten will, der muss sich auf harte Kämpfe gefasst machen.», Flavio Orlik CISM-Bronze 2013. | Bild: IJF

Im letzten Monat des Kalenderjahres 2016 findet die Judo-Militärweltmeisterschaft in Uster statt. Organisatorisch macht die Schweiz damit zum ersten Mal ihre Erfahrungen. Doch gibt es einzelne Athleten, die bereits Bekanntschaft mit dieser Art der WM machen durften. Flavio Orlik – ehemals Athlet -100kg im Schweizer Grand Slam Kader – holte 2013 die Bronzemedaille.

Über das Turnierniveau einer Militär-WM

Über 4 Kämpfe musste Flavio damals in Astana (KAZ) bestreiten, bevor er verdient die Bronzemedaille an der CISM 2013 entgegen nehmen durfte. «Für mich war das ein sehr wichtiges Resultat, es war ein Motivationsschub», erinnert sich der Südostschweizer Judoka. Diese Weltmeisterschaften sind zwar bei der Teilnehmerschaft auf Angehörige einer Armee beschränkt, doch ist sicher ein «ordentliches Niveau» zu erwarten, gemäss Flavio. «Ich würde das Turnier aus meiner Erfahrung etwa auf Weltcup-Niveau einschätzen. Es waren bisher immer auch sehr starke Athleten vertreten. Brasilien z.B. ist eine Nation, die erfahrungsgemäss mit bekannten Judo-Grössen teilnehmen wird». Flavio spielt dabei auf seinen damaligen Halbfinal-Kampf gegen den regulären Weltmeister von 2007 an – Luciano Correa (BRA). Diesen konnte er nicht besiegen, dann aber im kleinen Finale nochmals triumphieren. Am gleichen Anlass musste übrigens auch Karl-Richard Frey (GER) – später regulärer Vize-Weltmeister 2015 – das Turnierniveau schmerzhaft in Erfahrung bringen: Er schaffte es in Astana um einen Kampf nicht auf das Podest.

Was wir also erwarten dürfen, ist eine Meisterschaft, die sich vor einem Judo-Event in Weltformat nicht zu verstecken braucht. Die Leistungsdichte entspricht dabei zwar nicht einer regulären WM, doch spätestens wenn es um die Medaillen geht, wird dieser Event im Glanz eines internationalen Top-Turniers strahlen.

Eine spezielle Atmosphäre

Nicht zu vergessen ist das spezielle Ambiente bei einer Militär-WM. «Es herrscht durchwegs eine gute Stimmung, gewissermassen etwas lockerer beim ganzen Drumherum», weiss Flavio aus seiner Erfahrung. «Das tut dem Wettkampfniveau aber keinen Abbruch. Da geht es 100% zur Sache». Mit der tollen Atmosphäre ist beispielsweise ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl gemeint. «Nach dem Wettkampf gab es auch einen Apéro, alle Athleten sind dabei in ihrer Uniform erschienen. Das war auf jedenfall eine lustige, aber auch spannende Erfahrung».

Ein paar Tipps vom ehemaligen Profi

«Ich kann allen Teilnehmern auf jedenfall raten, den Event zu geniessen. Denn das Turnier ist schon einzigartig, die Atmosphäre ist speziell und es geht auch nicht um Punkte für die Welt-Rangliste», so Flavio Orlik. «Es ist eben ein zusätzlicher Anlass, bei dem man allerhand tolle Erfahrungen machen kann». Gleichzeitig möchte er die Schweizer Judoka auch ermahnen und an den Ernst eines Wettkampfs erinnern. «Man darf hier keinen Selbstläufer erwarten. Wer punkten will, der muss sich auf harte Kämpfe gefasst machen.»

Flavio Orlik teilt vielversprechende Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns bereits auf den 9.-11. Dezember in Uster auf starke Athleten und ein tolles, sportbegeistertes Publikum.


 

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