WM 2018, - Benar Baltisberger

WM: Kein Exploit für Allemann und Stump

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Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Baku mussten sich Timo Allemann und Nils Stump früh geschlagen geben, trotz starkem Einsatz.

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Sieg: Nils Stump konnte seinen ersten Kampf souverän gewinnen. | SJV / Paco Lozano

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Die Kategorie -73kg repräsentierte bei der WM 2018 mit 82 Athleten das grösste Teilnehmerfeld. Und auch qualitativ stach die Klasse hervor: die komplette Top-10 grüsste am Samstag zum Wettkampf an. Dass unsere jungen Talente Nils Stump und Timo Allemann über sich hätten hinauswachsen müssen, scheint zum momentanen Stand folgerichtig. Schliesslich absolvierten beide ihre erste WM-Teilnahme, Nils Stump dabei noch im ersten Jahr bei der Elite, Timo im zweiten.

Konkurrenzfähigkeit demonstrierten die Schweizer -73kg-Athleten allemal. Nils Stump konnte sich dank seiner standhaften Position im ersten Kampf gegen den Peruaner Alonso Wong durchsetzen. Die vier Minuten der regulären Kampfzeit brachten zwar keine Wertung und zwei Bestrafungen gegen den Schweizer – dieser wirkte allerdings beim beginnenden «Golden-Score» physisch solider als sein Kontrahent. Nils holt sich die Entscheidung dann nach weiteren 30 Sekunden mit einer «Uchi-mata»-Variante. In Runde zwei scheiterte Nils am Kasachen Smagulov, seines Zeichens Weltnummer 11. Trotz beherztem Einsatz und einigen Möglichkeiten, die er sich erarbeiten konnte, musste sich Nils seiner Konkurrenz nach gut drei Minuten Kampfzeit beugen.


(Sieg in Runde 1 für Nils Stump)

Timo Allemann stand nach einem Freilos dem Kolumbianer Leider Navarro gegenüber. Ein Sieg wäre für Timo sicherlich nicht vermessen gewesen, denn der 22-Jährige kam in seinem kurzen, aber turbulenten Kampf zu guten Möglichkeiten. Die beste davon konnte Timo in ein Waza-Ari verwandeln, nachdem er allerdings eine Sequenz zuvor eine kleine Wertung abgeben musste. Und kaum ausgeglichen, machte Navarro – leider – den Sack mit einem zweiten Waza-Ari zu.

 
(Hochs und Tiefs im Timos erstem WM-Kampf)

«Für beide Athleten war dies die erste WM bei der Elite. Dieser Grossanlass verbunden mit dem Druck forderte natürlich seinen Tribut. Beide sind noch sehr jung aber befinden sich auf dem richtigen Kurs. Etwas schade für Timo, denn ich weiss, dass er zu mehr fähig gewesen wäre.», so Headcoach Giorgio Vismara am Samstag.

→ Bilder SJV / Paco Lozano

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