WM 2018, - Benar Baltisberger

WM: Grossklaus und Moser scheitern in Vorrunden

image

Ciril Grossklaus gewinnt seinen ersten Kampf, die grosse Erfolgsmeldung in den oberen Gewichtsklassen blieb bei der diesjährigen WM allerdings aus. 

image
Endstation in Runde zwei: Ciril Grossklaus musste sich Ustopiriyon (TJK) beugen. | Bild: SJV / Paco Lozano.

→ Übersicht (Bilder, Videos, Resultate)

Mit der Gewichtsklasse -100kg endete die Teilnahme der Schweizer Athleten bei der WM 2018 in Baku (AZE). Patrik Moser stand in ebender Kategorie im Einsatz, hatte sich der 31-Jährige schliesslich seine erste WM-Teilnahme dank einer starken Saison redlich verdient. Wäre es Patrik gelungen, sein Potenzial voll auszuschöpfen, hätte er manchem Medaillenanwärter gefährlich werden können – die Weltnummer 1 und Silbermedaillengewinner bei dieser WM, Varlam Lipertaliani (GEO), hatte dies beim Grand Prix in Budapest am eigenen Leib erfahren müssen.
Leider gelang Patrik bei dieser Meisterschaft keine entsprechende Leistung von dieser Qualität. Im ersten Kampf unterlag der Schweizer dem Bulgaren Daniel Dichev nach rund der Hälfte der Kampfzeit in einem Festhaltegriff am Boden.
 

Ein Sieg und eine Niederlage für Grossklaus

Gemessen an seinen älteren Erfolgen in der Vergangenheit, ist die laufende Saison nicht jene, die sich Ciril Grossklaus als herausragend in Erinnerung rufen würde. Auch diese WM brachte – bis jetzt – noch nicht die gewünschte Kehrtwende, noch nicht das Resultat, das seinem Trainingsfleiss und seinem Leistungsvermögen gerecht würde. 
Runde eins war ein zäher und sehr physisch betonter Kampf, den Ciril gegen den 37-jähirgen Dolassem (CMR) erst nach drei Minuten im «Golden Score» für sich entscheiden konnte. Während der sehr gelungene Siegespunkt über die harzigen sieben Minuten Kampfzeit hinwegtrösteten, war dem Zuschauer bewusst, dass in Runde zwei eine Leistungssteigerung zwingend erforderlich war, wollte sich Ciril gegen die Weltnummer 5 Ustopiriyon (TJK) durchsetzen. Zwar war ein Progress im Folgekampf spürbar, doch reichte dieser im Endeffekt nicht aus. Ustopiriyon konnte mehr aus der Startphase machen, ging mit Waza-Ari in Führung und liess sich diese bis zum Kampfende nicht mehr abnehmen. Ciril scheidet aus dem Turnier und gewinnt 200 Punkte für das Olympia-Ranking. 

→ Bilder (SJV / Paco Lozano)