Ju-Jitsu, - Benar Baltisberger

JJ WM: «Wir brauchen uns nicht zu verstecken!»

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Kämpferisch und entschlossen: Die Schweizer Ju-Jitsuka sprechen über die bevorstehende Weltmeisterschaft in Abu Dhabi (UAE). 

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→ Aufgebot

Vom 3. – 11. November finden die Ju-Jitsu Weltmeisterschaften in Abu Dhabi (UAE) statt. Für die Schweiz stehen insgesamt acht Athlet*innen auf den Tatami. Nach langer Pause ist die WM der erste Einsatz für die Ju-Jitsuka auf der Weltbühne. Entsprechend motiviert blicken unsere Kampfsportler*innen dem Event entgegen. 

«Meine Freude ist riesig, nach knapp zwei Jahren wieder an einer internationalen Meisterschaft teilzunehmen», erzählt Fighting-Athlet Julian Schmid. Seine letzte WM hat der junge Ju-Jitsuka noch in bester Erinnerung. 2018 holte sich Julian Bronze und auch für dieses Jahr bleibt er zuversichtlich: «Es ist mir eine Ehre, die kleine Schweiz auf der grossen Bühne zu vertreten und dabei zu zeigen, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen».

Wer die Erfolgsgeschichten der Schweizer Ju-Jitsuka mitverfolgt, wird Julian klar zustimmen. Im besonderen Mass darf sich dies das Duo-Team um Sofia Jokl und Thomas Schönenberger anrechnen – die beiden sorgten schliesslich in den vergangenen Jahren für konstante Schlagzeilen, zu ihren Glanzstücken zählt die WM-Goldmedaille von 2016. Die «alten Duo-Hasen», gemäss charmanter Eigenbezeichnung, stehen nun vor der letzten Weltmeisterschaft ihrer Karriere: «Diese WM 2021 wird unsere siebte und gleichzeitig unsere letzte sein». Die Ziele sind klar: «Natürlich wollen wir eine Medaille holen und uns für die World Games 2022 qualifizieren», so die Duo-Experten. «Vor allem aber freuen wir uns, endlich wieder die Nervosität zu spüren, auf der Matte zu kämpfen, unsere Jiu-Freunde zu treffen und den Zusammenhalt des Teams zu spüren. One Team - One Nation. Hopp Schwiiz!».

Grenzenlos ist auch die Vorfreude bei Nicolas Baez. Der Fighting-Athlet holte sich 2018 die WM-Bronzemedaille, wurde dann durch eine längere Verletzungspause ausgebremst: «Ich bin in erster Linie allen dankbar, die mich in den schwierigsten Stunden einer langen Rehaphase nicht nur ertragen, sondern an mich und meinen Traum geglaubt haben.» Zuletzt stand Nicolas bei der EM im Juli auf den Matten. Vor der WM zeigt sich der 28-Jährige kämpferisch: «Wie beschreibt man vier Jahre Vorbereitung und Herzblut, die in einem Turnier gipfeln? Nach einem soliden Comeback an der EM im Juli gibt es jetzt wohl keine schönere Bühne, um nochmals zu zeigen, dass ich mich gegen die Weltspitze behaupten kann».

Als Medaillenhoffnung gilt ebenso die Fighting-Athletin Sina Staub. Die Ju-Jitsuka hebt dabei die qualitative Arbeit der jüngsten Zeit heraus: «Ich konnte das letzte halbe Jahr sehr fokussiert trainieren und möchte auch unserem neuen Trainer Michel Van Rijt für die grosse Unterstützung und Leistung danken, die er in den letzten zwei Monaten gebracht hat». Sina brennt darauf, endlich wieder internationale Tatami unter den Füssen zu spüren: «Ich freue mich, wieder auf internationalem Boden kämpfen zu dürfen und hoffe natürlich auf ein gutes Resultat bei dieser WM».

Als einzige Nachwuchsathletin wird Hannah Krause die Schweiz bei den U18 vertreten. «An der Weltmeisterschaft will ich zeigen, was ich in den letzten Jahren gelernt habe. Das Turnier wird mir ausserdem helfen, um Erfahrung für die Zukunft zu sammeln. Ich bin gespannt, was ich erreichen kann, wenn ich mein absolut Bestes gebe – das ist mein Fokus in Abu Dhabi!»