SMM, - Benar Baltisberger

«Swiss Cup» : Sieg für Stade-Lausanne und Brugg

image

Die Damen von Stade-Lausanne gewinnen die Schweizer Mannschaftsmeisterschaften 2021. Bei den Herren sicherte sich die Equipe aus Brugg den Pokal. 

image
Siegreich: Stade-Lausanne (links) und die Herren aus Brugg.

Ein besonderer Rückblick auf ein sehr spannendes Turnier mit viel Judo-Action: Am 4. Dezember fand in Neuenburg die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft statt. Den Umständen einer Saison ohne Liga-Kämpfe angepasst wurde ein «Swiss Cup» ins Leben gerufen. Die Einschreibung war offen, gekämpft wurde bei den Damen und Herren in jeweils fünf Gewichtsklassen. Für letzteres Geschlecht in der Schweiz ein Novum und entsprechend offen sollte sich der Wettkampfverlauf gestalten. Ein packendes Turnier mit sehenswerten Duellen nahm seinen Lauf. 
 

Stade-Lausanne liebäugelte mit Doppeltitel

Nachdem die ersten Vorrunden der Herren über die Bühne gingen, grüssten in der Folge die Damen zum Kampf an. Unter den sieben Teams kristallisierten sich alsbald die Finalteilnehmerinnen heraus. In den Halbfinals triumphierten Stade-Lausanne, während sich im unteren Tableau der JC Uster gegen die Lokalmatadorinnen aus Cortaillod-NE durchsetzten. Letztere nutzten im Bronzekampf ihre Chancen und konnten so Edelmetall vor dem Heimpublikum feiern. Die zweite Bronzemedaille ging indes an den JK Oensingen. Im finalen Duell behielt schliesslich Stade-Lausanne das bessere Ende für sich und siegte mit 3:2 gegen den JC Uster. Der erste Titel war Realität – und auch bei den Herren spielten sich Szenen ab, die Stade-Lausanne vom möglichen Doppel-Titel träumen liessen. 
 

Brugg dominiert: Die Serie geht weiter

Die Herren von Brugg hatten aber andere Pläne – gewohnheitsmässig, so dürfte man fast behaupten, schliesslich ging die klare Mehrheit der Mannschaftstitel der vergangenen 20 Jahre an das Team aus dem Aargau. Während sich die Brugger aber jeweils in der Liga mit sieben Kämpfern auf seine Leistungsdichte verlassen konnte, war die Situation beim «Swiss Cup» eine Neue. Viele Teams witterten ihre Chancen. Zurecht!

Runde für Runde klärte sich das bunte Sammelsurium, bestehend aus 17 Teams, und die erfolgreichsten unter ihnen qualifizierten sich für die Kämpfe um Gold, Silber und zweimal Bronze. Die Ecole Judo Degallier musste sich den kompletten Weg durch die Hoffnungsrunde bahnen. In einer Begegnung auf Augenhöhe gegen den JC Uster setzten sich die Jungs aus Yverdon durch. Die zweite Bronzemedaille ging an JC Cheseaux Okami. Nach einer Niederlage im Halbfinal gegen Brugg, konnten sie sich im kleinen Final gegen die Locals aus Cortaillod-NE behaupten. 

Team Brugg gegen Stade-Lausanne – mit dieser Ansage stand ein spannender Final in Aussicht, mit zwei Mannschaften die beidseits überzeugende Leistungen zeigten. Das Resultat sprach am Ende eine deutliche Sprache. Trotz ausgeglichener Kämpfe siegte das Team Brugg mit 5:0 klar und holte sich seinen 17. Meistertitel.