EM, - Benar Baltisberger

Fabienne Kocher: «Ich will eine EM-Medaille»

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Die Schweizer Judoka Fabienne Kocher ist bereit für die Europameisterschaft in Sofia (BUL). Ihre Ziele sind klar gesetzt: Mit weniger als einer Medaille will sich die Topathletin nicht zufriedengeben. 

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Bereit für die ganz grosse Konkurrenz: Fabienne Kocher (WNr. 5) | SJV / P. Lozano

Sie ist die Weltnummer 5 in der Kategorie -52kg, holte sich im letzten Jahr WM-Bronze und ein Olympia-Diplom. Fabienne Kocher fährt mit dem Ziel einer Medaille an die kommenden Europameisterschaften – zurecht also!

In der noch jungen Saison 2022 ging es für Fabienne turbulent zu und her, wobei die grossen Erfolge klar überwiegen. Im Januar holte sie sich Bronze beim Grand Prix in Portugal, gefolgt von Bronze beim Grand Slam in Paris. Einen Dämpfer gab es dafür zuletzt beim GS in Antalya, wo sich die Schweizer Judoka nach dem ersten Kampf vom Turnier verabschieden musste. Doch aus sportlicher Erfahrung kann eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt auch positive Wirkungen mit sich bringen – man darf gespannt sein. 

Fabienne, worauf freust du dich besonders hinsichtlich der EM?

«Ich freue mich hauptsächlich aufs Kämpfen! Das Gefühl kurz vor einem Kampf, etwas Aufregung, ein Kribbeln und doch die Zuversicht und das Wissen, dass alles möglich ist. Dazu kommt, dass die Schweiz endlich wieder ein grösseres Team an die EM schicken kann. Der Teamspirit wird uns mit Sicherheit noch mehr pushen.»

Was sind deine letzten Gedanken vor einem Kampf?

«Vor meinen Kämpfen gehe ich mental immer nochmals meine Strategie und mein Konzept durch. Das bildliche Vorstellen hilft mir, dass sich alles richtig im Kopf festsetzt – damit habe ich den vollen Fokus auf den Kampf.»

Was ist dein Ziel?

«Ich habe ein klares Ziel: Ich will mit einer Medaille nach Hause fahren.»

Wie gehst du mit einem Erfolg um? Wie motivierst du dich nach einer Niederlage?

«Ein Erfolg sowie eine Niederlage motivieren mich nur noch mehr für das nächste Turnier. Nach einem Erfolg, will man dieses gute Gefühl wieder erleben und sein Können nochmals bestätigen. Nach einer Niederlage, will man die negativen Gefühle nicht nochmals erleben und ist daher umso motivierter, vollen Einsatz zu geben.»

Was traust du den anderen Schweizern zu?

«An einem guten Tag, ist für das Schweizer Team sehr viel möglich! Wir haben viele Athleten dabei, die für Überraschungen sorgen können. Wenn sie einen guten Tag erwischen, dann ist bis hin zur Medaille alles offen. Es wird sicherlich spannend!»