Kuatsu, - Deepak Santschi

Erfolgreicher Kuatsu Fortbildungskurs

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Der erste Fortbildungskurs der Unterabteilung Kuatsu fand in diesem Jahr im Dojo der Budoschule Opfikon statt und stand ganz unter dem Motto: Wir können Leben retten!

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Dieses Thema begleitete die teilnehmenden Kuatsu-Instruktoren, davon drei angehende Instruktoren, den ganzen Tag über. Die Gruppe wurde von Harry Bucklar zum FK begrüsst und dann den zwei frischgebackenen und zertifizierten BLS-AED Instruktoren Ramona Stalder und Nico Bucklar übergeben. Ramona und Nico führten uns mit einem Theorieblock in das Thema BLS (Basic Life Support), AED (Automatischer Externer Defibrillator 'Defi') und CPR (Cardio-Pulmonale Reanimation) ein.

Wir repetierten die möglichen Ursachen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes und staunten wiederum nicht schlecht, wie mannigfaltig diese sein können. Anschliessend nutzten wir die Gelegenheit, um das Erkennen eines Herzinfarktes zu verbessern. An diesen FKs wird stets ein besonderes Augenmerk auf das englische Akronym FAST – F (Face), A (Arms), S (Speech), T (Time) – gelegt, welches einen möglichen Schlaganfall zu erkennen hilft: Jede Sekunde zählt um die betroffene Person in ein Stroke Center oder eine Stroke Unit zu überführen. Aus diesem Grund werden wir nicht müde an unseren Kursen, alle Teilnehmer im frühzeitigen Erkennen von Schlaganfällen und deren Symptome zu sensibilisieren und schulen. Denn die Zeit ist bei einem Schlaganfall das grösste Problem in der ersten Hilfe.

Der Fokus an dem diesjährigen Frühlings-FK lag ganz klar auf dem Thema Basismassnahmen der Wiederbelebung inklusive Defibrillation beim Herzkreislaufstillstand. Ramona und Nico gaben uns die neuesten Richtlinien des SRC bekannt (30/2) und schon ging es los mit der ersten Gruppenarbeit. Das Üben an den neuen Dummies macht viel mehr Spass, wenn man zugleich auch mit Übungs-AED trainieren kann, welche den echten zum Verwechseln ähnlichsehen. Wir merkten alle schnell, dass es in einer Gruppe von Helfern sehr stark auf die korrekte Kommunikation ankommt. Deshalb wurden wir von den umsichtigen Kursleitern des Öfteren darauf aufmerksam gemacht, bei dem Wechsel des 'Pumpers', 'Beatmers' oder der 'Person am Defi', klar zu kommunizieren, klare Signale zu geben und sich – wenn nötig – auch durchzusetzen.

Die Zeit verging wie im Flug und nach einer kurzen Mittagspause folgte ein Theorieblock zum Thema Reanimation bei Kleinkindern. Nachdenklich und sinnierend über dieses doch sehr heikle Thema wurden wir in neue Gruppen aufgeteilt. Die Anwendungsstufe hatte seinen ganz besonderen Reiz. Ramona und Nico verteilten uns auf die jeweiligen Postenarbeiten und es gab pro Gruppe jeweils auch einen 'Schauspieler' resp. Figuranten, welcher von der übrigen Gruppe möglichst lebensnah und echt in einem Notfallszenario angetroffen wurde. Vielfach – aber nicht immer – ergab sich eine Wiederbelebung bei welchem aus gesundheitlichen Zwecken nicht am Schauspielerkollegen, sondern wiederum am Dummy reanimiert wurde. Ganz speziell zu erwähnen ist der Notfall-Parcours in den Räumlichkeiten der Budoschule Opfikon. Die Gruppenaufgaben mussten in nachgestellten Situationen z.B. im Tram mit echten Sitzreihen aus einem Tram oder einer Werkstatt mit Bandsäge gelöst werden. Dies gab unseren 'Trainingseinheiten' einen speziellen Kick.

Der FK war sehr spannend und lehrreich. Wir konnten unsere Kompetenzen in BLS-AED vertiefen und können diese direkt in unsere Kurse für die SJV Mitglieder einfliessen lassen.

Wir sind schon jetzt gespannt auf den Kurs im Herbst und danken der gesamten Kursleitung herzlich für den lehrreichen Tag.

– Deepak C. Santschi